Die Bibel kommt von der Katholischen Kirche


Protestant verteidigt die "Apokryphen" als inspiriert!


Die Schrift allein?

Sola Scriptura biblisch widerlegt!

»Und gleichwie die Bibel niemals ein Gegenstand des Glaubens sein kann ohne die Kirche, so kann sie auch ohne dieselbe nie und nimmer als Regel des Glaubens gelten.«
- Giovanni Perrone SJ, Der Protestantismus als Glaubensregel.
Sola scriptura - »die Schrift allein« -, so lautet eines der Hauptprinzipien, auf die sich der Protestantismus stützen will. Ist dieses Fundament tragfähig? In "Die Schrift allein?" unterzieht Joel Peters es einer Belastungsprobe, gleich 21mal. Dabei geht er sachkundig und mit unbestechlicher Logik vor. Das Ergebnis ist eindeutig: Das Sola-Scriptura-Prinzip ist ein menschliches Konstrukt und hat mit der von Jesus Christus gestifteten Religion nichts zu tun. Es steht im absoluten Widerspruch zur Heiligen Schrift, den historischen Fakten und dem gesunden Menschenverstand. Es sind die stillen Worte, die den Sturm bringen - wie es in dieser kleinen apologetischen Schrift geschieht. Sie liefert Sprengstoff, der geeignet ist, einen Grundpfeiler des Protestantismus restlos zu dekonstruieren.

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Die Dunkelmänner

Mythen, Lügen und Legenden um die Kirchengeschichte

Die Wahrheit über die Kirchengeschichte. Zahlreiche Angriffe und Vorurteile gegen die Katholische Kirche und den katholischen Glauben beruhen nicht auf Irrtümern, sondern auf beabsichtigten Verzerrungen historischer Tatsachen. Diese werden in diesem Buch des Historikers Michael Hesemann überführt. Zur Bestellung bitte auf das Bild klicken.


Martin Luther

Wie er leibte, lebte und starb

 


Ablasshandel bis Zölibat

Mit Klischees über die Kirche müssen sich viele Menschen in Diskussionen auseinandersetzen. In persönlichen Gesprächen oder in den sozialen Kommunitäten im Internet begegnen einem die immer gleichen Angriffsformationen. Das »Sündenregister« der Katholischen Kirche ist in den Augen des modernen, aufgeklärten, religionsfernen Menschen ellenlang. Die Kirche wird von außen mit Kritik und Forderungen konfrontiert und muß auch innerhalb ihrer Mauern manche Zerreißprobe bestehen.
Der Philosoph und Publizist Josef Bordat nimmt sich 36 populäre religions- und kirchenkritische Thesen vor und setzt ihnen mit Kenntnisreichtum und Besonnenheit historische und systematische Fakten entgegen. So entsteht eine sachliche und differenzierte Darlegung von Geschichte und Wesen der Katholischen Kirche, die allen Diskussionsteilnehmern zu einem begründeten Urteil über eine der umstrittensten, aber auch wichtigsten Einrichtungen der Menschheit bieten. Zur Bestellung bitte auf das Bild klicken.


Märtyrer der Reformation

Die viel gefeierte Reformation in Deutschland löste nicht nur eine Kirchenspaltung, sondern auch zahlreiche gewalttätige Auseinandersetzungen aus. In diesem Buch stellt der Herausgeber Glaubenszeugen vor, die als Märtyrer der Reformation ihr Leben verloren. Erschütternde und bewegende Schicksale, die zeigen, dass die Reformation viel Leid und Unheil verursachte. Zur Bestellung bitte auf das Bild klicken.


Der Papst der Hitler trotzte

Die bevorstehende Seligsprechung Papst Pius XII. hat die Debatte um seine Rolle während des Zweiten Weltkriegs neu angeheizt. Hätte der Papst die Greueltaten Hitlers stoppen können, indem er Krieg und Judenverfolgung öffentlich verurteilte?
Michael Hesemann zeichnet ein Bild Pius XII. im Licht der neuesten historischen Forschung - und kommt zu einem aufregenden Ergebnis: Pius XII. hat dem deutschen Diktator getrotzt, der Papst war ein subtiler Gegenspieler des Nazi-Terrors.

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Luther und die protestantische Revolution

(Deutscher Untertitel)


Der Papst und der Holocaust

Pius XII. und die geheimen Akten im Vatikan

Kaum ein Vorwurf kann schwerwiegender sein: Papst Pius XII. habe geschwiegen, als er von Hitlers Plan erfuhr, die Juden Europas zu vernichten. Er habe sogar tatenlos zugeschaut, als praktisch unter seinem Fenster die römischen Juden in die Todeslager deportiert wurden. Doch diese Version, auch bekannt als ,,schwarze Legende", ist falsch. Die Beweise, dass es ganz anders war, lagen ein halbes Jahrhundert im Geheimarchiv des Vatikans unter Verschluss. 2018 endlich werden die vielen 100.000 Akten der Forschung zur Verfügung stehen. Dr. h. c. Michael Hesemann hat als einer der ersten Historiker überhaupt Zugang zu den brisantesten Dokumenten des 20. Jahrhunderts erhalten. Im Rahmen seiner umfassenden Aufarbeitung dieses dramatischsten Kapitels der jüngeren Kirchengeschichte werden sie in diesem Band weltexklusiv veröffentlicht. Zur Bestellung auf das Bild klicken.

Maria, die Sündlose

Mit dem Aufkommen des Neo-Protestantismus sind immer mehr Protestanten davon abgerückt, dass Maria ohne Sünde ist. Um das irgendwie biblisch erscheinen zu lassen, sagen sie, dass nur Jesus ohne Sünde sei, weshalb Maria nicht ohne Sünde sein könne. Wenn man sie im Hinblick auf diese Behauptung wegen ihres eigenen Sola Scriptura nach einem biblischen Beweis fragt, verweisen sie auf die folgenden Bibelstellen:

 

Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht Mitleid haben könnte mit unseren Schwachheiten, sondern einen, der in allem ebenso versucht worden ist, doch ohne Sünde blieb.“ (Hebr 4,15)

 

Und ihr wisst, dass er erschienen ist, um die Sünden hinweg zunehmen, und dass in ihm keine Sünde ist.“ (1 Joh 3,5)

 

Doch was sehen wir hier? Wir sehen hier, dass in diesen Bibelstellen nicht steht, dass Jesus Christus ALLEIN sündenlos ist. Das große protestantische Wort „ALLEIN“, das überall in der Bibel erblickt wird, obwohl es dort nirgendwo zu sehen ist, wird sich hier einfach dazu gedacht, womit man sein eigenes Sola-Scriptura-Prinzip verlässt und dadurch das wird, was dieselben Protestanten der katholischen Kirche unterstellen: UNBIBLISCH!

 

Fakt ist also, dass es keine einzige Bibelstelle gibt, die besagen würde, dass Jesus Christus ALLEIN ohne Sünde ist. Trägt man dies vor, verweist man auf Röm 5,12 und 3,22-23:

 

Durch einen Menschen ist die Sünde in die Welt gekommen und durch die Sünde der Tod, und der Tod ist auf alle Menschen übergegangen, weil alle gesündigt haben.“ (Röm 5,12)

 

Es ist ja kein Unterschied, denn alle haben gesündigt und ermangeln der Herrlichkeit Gottes.“ (Röm 3,22-23)

 

Wenn also Sünde und Tod von Adam auf ALLE Menschen übergingen, so wurde auch Maria befleckt empfangen. Und weil alle Menschen sündigten, so habe auch Maria gesündigt. Sagen diese Bibelstellen tatsächlich aus, dass somit auch Maria befleckt empfangen wurde und sündig war? Wenn wir diese Bibelstellen für sich allein betrachten, erwecken sie tatsächlich diesen Eindruck. Doch der Schein trügt, denn man nimmt diese Bibelstellen aus dem biblischen Kontext heraus, stellt sie in den Kontext des besagten protestantischen Dogmas, wonach ausnahmslos alle Menschen sündig seien, und macht sie damit unbiblisch. Im biblischen Kontext jedoch sehen diese Bibelstellen gänzlich anders aus:

 

1. Im biblischen Kontext bedeutet das biblische Wort „alle“ nicht immer buchstäblich ALLE. Dem biblischen Kontext nach kann es auch Ausnahmen geben, was ich am folgenden Beispiel aufzeigen will: In Röm 3,10 lesen wir: „Keiner ist gerecht, auch nicht einer“, was aussagt, dass alle Menschen, ohne Ausnahme, ungerecht sind. Doch nun erfahren wir von der Heiligen Schrift, dass es auch Ausnahmen gibt:

 

damit ihr Söhne eures Vaters seid, der in den Himmeln ist; denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte.“ (Mt 5,45)

 

denn wahrlich, ich sage euch: Viele Propheten und Gerechte haben begehrt zu sehen, was ihr anschauet, und haben es nicht gesehen; und zu hören, was ihr höret, und haben es nicht gehört.“ (Mt 13,17)

 

Josef, ihr Mann, der gerecht war und sie nicht bloßstellen wollte, gedachte, sie heimlich zu entlassen.“ (Mt 1,19)

 

Beide (Zacharias u. Elisabeth) waren gerecht vor Gott und wandelten untadelig in allen Geboten und Satzungen des Herrn.“ (Lk 1,6)

 

Und wenn der Gerechte mit Not errettet wird, wo will der Gottlose und Sünder erscheinen?“ (1Petr 4,18)

 

Es gibt hier also Ausnahmen, obwohl es heißt, dass KEINER gerecht sei, „auch nicht einer“! Wenn es also heißt, dass von Adam Sünde und Tod auf alle Menschen übergegangen sind, und alle Menschen sündigen, so kann es also durchaus auch Ausnahmen geben, weil das biblische Wort „alle“, wie hier zu sehen ist, nicht immer buchstäblich alle meinen muss. Deshalb ist aus Röm 5,12 und Röm 3,22-23 nicht ersichtlich, dass auch Maria Sünde in sich hatte!

 

2. Wenn wir die Bibel kennen, dann stellen wir fest, dass es mindestens einen Menschen gibt, der ohne Sünde ist, und zwar Melchisedek:

 

Er steht da ohne Vater, ohne Mutter, ohne Stammbaum, ohne Anfang der Tage und ohne Ende des Lebens“ (Hebr 7,3)

 

Weil Melchisedek nicht von Adam abstammt (vgl. Röm 5,12), so konnten Sünde und Tod nicht auf ihn übergehen. Er ist also sowohl ohne Erbsünde als auch ohne persönliche Sünde, wie Jesus Christus, und daher auch ohne Tod.

 

3. Doch auch Hiob, ein Adamit, war ohne persönliche Sünde, da Gott über ihn bezeugt:

 

Ein Mann lebte im Lande Uz, sein Name war Hiob; und dieser Mann war fromm und recht, gottesfürchtig und dem Bösen fern.“ (Hi 1,1)

 

Hast du meinen Knecht Hiob beachtet? Es gibt ja seinesgleichen keinen auf Erden: fromm und recht, gottesfürchtig und dem Bösen fern!“ (Hi 1,8)

 

Bei all dem hat Hiob nicht gesündigt und gegen Gott nichts Törichtes geäußert.“ (Hi 2,22)

 

Hast du auch acht gehabt auf meinen Diener Hiob? Niemand kommt ihm auf Erden gleich. Untadelig ist er und rechtschaffen, fürchtet Gott und hält sich vom Bösen fern. Und wiewohl du mich bewogen, ohne Grund ihm zu schaden, ist er noch immer gefestigt in seiner Frömmigkeit.“ (Hi 2,3)

 

Hiob war also dem Bösen, d.h. der Sünde, fern, nach Hi 42,12 bis zu seinem Tod, da er nach seiner Prüfungszeit, in der er sich sündenlos bewahrt hatte, von Gott bis zu seinem Tod noch weit mehr gesegnet worden ist als in seinem Leben vor seiner Prüfungszeit. Er hat nie gesündigt. Er war ohne Sünde! Denn jede sündige Tat ist böse, da sie sonst nicht Sünde wäre!

 

So zeigt uns die Heilige Schrift, dass es neben Jesus noch andere Menschen ohne Sünde gibt. Und somit besteht rein biblisch betrachtet (Sola Scriptura) die Möglichkeit, dass es noch weitere Menschen ohne Sünde gibt, z.B. Maria, die Mutter Gottes, wie es Gott durch seine Kirche lehrt. Sie kann auf der Basis dessen, was wir bis hierher biblisch festgestellt haben, durchaus recht haben, während sich die Protestanten mit ihrem Dogma „Maria mit Sünde“ wegen ihres Sola-Scriptura-Prinzips auf jeden Fall als unbiblisch entpuppen, weil sie mit diesem Dogma etwas lehren, was die Bibel selbst nicht sagt!

 

Im Folgenden werde ich aufzeigen, dass die Bibel nicht nur die Möglichkeit einräumt, dass Maria ohne Sünde ist, sondern, dass sie das tatsächlich mitteilt.

 

I. Das vierte Gebot

 

Das vierte Gebot, das Gott gegeben hat, lautet:

 

Du sollst Vater und Mutter verherrlichen, damit du lange lebst in dem Lande, das der Herr, dein Gott, dir gibt!“ (2 Mo 20,12)

 

Dieses moralische Gebot Gottes zeigt uns Gottes persönliche Einstellung und Haltung: Er ist absolut dagegen, dass die Kinder ihre Eltern nicht verherrlichen, woraus zwingend hervorgeht, dass Gott, der Sohn, seinem eigenen moralischen Gebot entsprechend handelt, weshalb wir genau das von ihm vernehmen:

 

Denkt nicht, ich sei gekommen, das Gesetz und die Propheten aufzuheben, sondern zur Erfüllung zu bringen. Denn wahrlich, ich sage euch: Bis der Himmel und die Erde vergehen, wird nicht ein Jota oder ein einziges Häkchen vom Gesetz vergehen, bis alles geschehen wird.“ (Mt 5,17-18)

 

Und weil der Sohn Gottes dieses sein eigenes moralisches Gebot zur Erfüllung bringt, konnte er den Pharisäern vorhalten:

 

Warum übertretet ihr selbst Gottes Gebot um eurer Überlieferung willen? Gott hat doch geboten: ‚Du sollst Vater und Mutter ehren!‘, und: ‚Wer Vater oder Mutter schmäht, soll des Todes sterben‘. Ihr aber sagt: ‚Wer zu Vater oder Mutter sagt: Was dir von mir zugutekommen sollte, erkläre ich zur Opfergabe!‘, der braucht seinen Vater oder seine Mutter nicht mehr zu ehren. So setzt ihr Gottes Gebot um eurer Überlieferung willen außer Kraft.“ (Mt 15,1-6)

 

Der Sohn Gottes hielt dieses sein Gebot, und ermahnt alle, die es nicht halten! Deshalb schreibt Paulus:

 

Ihr Kinder, gehorcht euren Eltern im Herrn, denn das ist recht. ‚Ehre deinen Vater und deine Mutter‘ – das ist das erste Gebot mit Verheißung -, „damit es dir wohlergehe und du lange lebst auf der Erde‘. (Eph 6,1-3)

 

Demzufolge hat der Sohn Gottes gemäß seinem eigenen Gebot, d.h. gemäß seiner eigenen persönlichen Einstellung und Haltung, seine Mutter, die er sich von Ewigkeit her gedacht und konzipiert hat, bis zur Neige verherrlicht, was bedeutet, dass er ihr das Bestmögliche zukommen ließ; denn Gott macht keine halben Sachen, sondern er wirkt und gibt in Fülle, tut alles bis zur äußersten Neige – seinen eigenen Geboten entsprechend.

 

Da nun das vierte Gebot, das die Eltern allen übrigen Menschen vorzieht, dazu drängt, der eigenen Mutter das Allerbeste zu geben, so wird auch der Sohn Gottes seiner Mutter das Allerbeste zukommen lassen haben; er wird sie – gemäß seinem Gebot – vor Erbsünde und Sünde bewahrt haben, so wie das jeder gläubige Katholik aufgrund des Eltern-Gebots tun würde, wenn er diese Möglichkeit hätte. Denn welches Kind, das seine Mutter wirklich liebt und daher das vierte Gebot halten und daher bis zur Neige erfüllen will, würde sie, wenn er diese Möglichkeit hätte, nicht vor Erbsünde und Sünde bewahren? Dies trifft besonders auf Gott, den Sohn, zu, der ja nichts anderes, als die Sünde hasst, da diese ihren Ursprung in Satan, seinem Widersacher, hat, weshalb er auf der Basis seines eigenen Gebots schon gerade deshalb seine Mutter vor dem, was ihm verhasst ist und was satanisch ist, bewahrt haben muss! Denn wer würde seine eigene Mutter nicht vor Satanischem bewahren wollen? Das vierte Gebot „zwingt“, drängt zu einer solchen guten Handlung! Wer die moralischen Gebote Gottes nicht oberflächlich liest und als bloße aus Buchstaben bestehende Wörter begreift, hinter denen keine Liebe steckt, und die man als Gläubiger daher mechanisch zu tun hätte, wie das die Pharisäer so begriffen haben, sondern als Ausdruck der Liebe, der wird dies verstehen, denn die Liebe gibt den Eltern das Allerbeste – immer, ausnahmslos!

 

 

II. Mariens Name Kecharitomene

 

Nach Lk 1,49 sprach Maria in Gegenwart ihrer Base Elisabeth in ihrem Magnifikat, dass Gott „große Dinge“ an ihr, an ihrer Person, getan hat, also nicht bloß ein großes Ding, sondern mindestens zwei, was also besagt, dass er an ihr, an ihrer Person, nicht nur die Jungfrauengeburt getan und sie so zu seiner Mutter gemacht hat, sondern noch mindestens ein weiteres „großes Ding“, bei dem es sich nun um kein anderes „großes Ding“ handeln kann, als um jenes, welches ihr einige Tage zuvor durch den Engel Gabriel offenbart wurde:

 

Sei gegrüßt, Kecharitomena, der Herr ist mit dir!“ (Lk 1,28)

 

Die Offenbarung dieses anderen großen (nicht kleinen) Dings steckt in „Kecharitomena“. „Kecharitomena“ ist nun nichts anderes als der von Gott Maria gegebene Name, weshalb der Engel sie nicht mit ihrem bürgerlichen Namen „Maria“ anredet, sondern mit diesem; und das hat eine große Bedeutung. Eltern geben ihren Kindern einen Namen, z.B. Else oder Heinz, ohne mit dieser Namensgebung etwas über ihr Kind aussagen zu wollen. Das war in der Zeit des Alten Testaments und des Alten Bundes anders, was wir an den folgenden Beispielen sehen:

 

1. Als Sara ihren Sohn gebar, gab ihm sein Vater Abraham den Namen „Isaak“ (1Mo 21,3), der bedeutet: „Gott hat zum Lachen gebracht“, was darauf beruht, dass Abraham nach 1Mo 17,17 lacht, als ihm Gott ankündigt, seine Frau Sara werde ihm einen Sohn gebären. Und in 1Mo 18,12 ist es Sara, die lacht, als sie hört, wie ihrem Mann von Gott angekündigt wird, dass sie innerhalb eines Jahres einen Sohn von ihm empfangen werde. Mit dem Namen „Isaak“ bezeichnet Abraham seinen Sohn als denjenigen, durch dessen Ankündigung Gott ihn und seine Frau zum Lachen gebracht hat.

 

2. In 1Mo 29,31-32 lesen wir, wie Gott Lea, einer der Frauen Jakobs, die Gnade schenkt, einen Sohn zu empfangen und zu gebären, weil sie von Jakob weniger geliebt wurde als ihre Schwester Rachel. Aufgrund dieser ihr geschenkten Gnade nennt sie ihren ihr von Gott geschenkten Sohn „Ruben“, der „Jahwe hat mein Elend gesehen“ bedeutet. Mit dem Namen „Ruben“ bezeichnet Lea ihren Sohn als

denjenigen, durch den Gott ihr Elend aufgehoben hat.

 

Kinder bekamen in biblischen Zeiten von ihren Eltern einen Namen, der über sie etwas aussagt. Gott tat dies im Hinblick auf einige Personen genauso, nur im Gegensatz zu den Eltern im vollkommenen Sinn, weil er immer alles vollkommen tut. Seine Namensgebungen sagen über die jeweilige Person das, was diese IST, zu was er sie gemacht hat. Wissenschaftlich ausgedrückt: Seine Namensgebungen sind Zuweisungen eines verbalen Zugriffsindexes auf eine Informationsmenge über die jeweiligen Individuen. Hier ein Beispiel: „Abram“ war der frühere bürgerliche Name Abrahams. Doch mit seiner Ankündigung, er würde Abram zum Vater einer Völkermenge machen, gab Gott ihm den Namen „Abraham“ = „Vater der vielen Völker“ (1 Mo 17,4-5). Der Name „Abraham“, den Gott Abram gab, sagt also über ihn, dass er der Vater vieler Völker ist. Das IST Abraham also – der Vater vieler Völker! Genauso verhält es sich mit dem Namen „Kecharitomena“, den Gott Maria gegeben hat: Sie IST Kecharitomena! Sie ist das, was dieser ihr von Gott gegebene Name sagt; sie ist das als Person, was somit ihre gesamte Existenz, ihr ganzes Sein umfasst und somit mit ihrer Empfängnis zu tun hat, bei der sie, die Kecharitomena, von Gott geschaffen wurde.

 

In diesem Zusammenhang ist es wichtig darauf hinzuweisen, dass dieses Wort als Partizip Perfekt Passiv hier einen von Gott gemachten Zustand feststellt, der in der Vergangenheit – ganz am Anfang - begonnen und da auch abgeschlossen worden ist und seither fortbesteht. Da nun Maria als Person Kecharitomena IST, so nimmt ihr ihr von Gott gegebener Name tatsächlich auf den Zeitpunkt ihrer Erschaffung (Empfängnis) Bezug, bei welchem sie die geworden ist, als die sie von Gott durch den Engel genannt worden ist: Kecharitomena.

 

Was bedeutet nun „Kecharitomena“?

 

In protestantischen Übersetzungen wird das Wort unvollkommen und schwach und somit falsch übersetzt, und zwar bloß mit „Begnadete“. Doch als Partizip Perfekt deutet das Wort eine Fülle an im Sinne von „ganz und gar“ bzw. diese schwingt in ihm mit, wie in Eph 1,6, wo es heißt, dass uns der Vater in seinem Sohn „begnadet“ hat, und zwar nicht zu 1/2, zu 1/3, zu 1/4 oder zu 1/5, wie Protestanten meinen, sondern in Fülle, ganz, vollständig, weshalb das Wort in Eph 1,6 korrekt mit „voll begnadet“ zu übersetzen ist, und nicht mit „begnadet“. Und „voll begnadet“ bedeutet, dass Gott jedem von uns durch seinen Sohn Jesus Christus seine ganze Gnade zukommen lässt, und nicht bloß nur einen Teil von ihr! Und „ganze Gnade zukommen lassen“ bedeutet, dass Gott einem Christen die von Christus erwirkte Erlösung in Fülle zukommen lässt, der jeweiligen Person entsprechend – heißt: jede christliche Person bekommt nicht dieselbe Fülle der Gnade, sondern nur die Fülle der Gnade, die in ihn hineinpasst, so wie Trinkgläser verschiedener Größen: Auf dem Tisch stehen zwei Gläser mit demselben Umfang bis oben hin gefüllt mit Wasser, wobei aber das eine Glas größer als das andere ist, so dass zwar beide Gläser bis oben hin voll mit Wasser sind, aber das eine Glas aufgrund seiner Größe mehr Wasser enthält als das andere, weil es kleiner ist. Deshalb gibt es gemäß der Heiligen Schrift vollendete Gerechte, d.h. vollendete Heilige, und unvollendete Gerechte, d.h. unvollendete Heilige. Der vollendete Heilige ist wie das große Glas, und der unvollendete Heilige wie das kleine Glas; beide sind bis oben hin vollgefüllt mit der Gnade Christi, doch besitzt der vollendete Heilige mehr Gnade, als der unvollendete Heilige, weshalb der vollendete Heilige mit seiner Gnadenfülle ein vollkommenes heiliges Leben führt, während der unvollendete Heilige aufgrund seiner geringeren Gnadenfülle ein unvollkommenes heiliges Leben führt.

 

Der Name Mariens „Kecharitomena“ besagt somit, dass Maria diese Fülle der Gnade als erste Frucht der Erlösung von Gott bereits vor dem Erlösungsopfer Christi, ihres Sohnes, und noch vor seiner Empfängnis empfangen hatte, während wir sie nach seinem Erlösungsopfer empfangen. Somit wird ausgesagt, dass Maria vorerlöst worden ist, und zwar, wie oben aufgezeigt, zum Zeitpunkt ihrer Empfängnis, ihrer Erschaffung, da ihr ihr von Gott gegebener Name auf ihre Existenz, auf ihr Sein, Bezug nimmt, das mit ihrer Empfängnis begonnen hat, und bei der sie die geworden ist, als die sie von Gott genannt worden ist: Kecharitomena.

 

Des Weiteren muss darauf verwiesen werden, dass das Wort im Partizip Passiv steht und somit – um die Nuance des griechischen Wortes wiederzugeben – nicht „voll der Gnade“ oder „voll begnadet“ bedeutet, sondern „Gnadenvoll Gemachte“, was vor dem Hintergrund, dass sich Mariens Name „Kecharitomena“ auf ihren Seinszustand, auf ihre Existenz, bezieht, wiederum bedeutet, dass sie genauso von Gott, dem Sohn, im Moment ihrer Zeugung gemacht worden ist – gnadenvoll -, was nichts anderes bedeutet, als dass ihr in diesem Moment das zuteil wurde, was z.B. einem Heiden, der zum christlichen Glauben findet, nach seiner Bekehrung zuteil wird: Dieser Heide wird infolge seiner Bekehrung durch die Fülle der ihm geschenkten Gnade Gottes von der Erbsünde befreit, wobei aber die Folgen der beseitigten Erbsünde fortbestehen, was sich an der Anfälligkeit für Sünde und Krankheit zeigt, während Kecharitomena bei ihrer Zeugung durch die ihr zugekommene Gnadenfülle vor der Erbsünde bewahrt worden ist; und da sie, anders als der konvertierte Heide, nie mit der Erbsünde in Berührung gekommen ist, war sie auch frei von den Folgen der fehlenden Erbsünde und somit frei von der Anfälligkeit zum Sündigen, was dann damit korrespondiert, dass das Wort „kecharitomena“ als Partizip Perfekt Passiv einen von Gott gemachten Zustand feststellt, der in der Vergangenheit, in diesem Fall bei Mariens Zeugung, begonnen und abgeschlossen worden ist, und seither fortbesteht, so dass sie fortan ohne Sünde war. Und das ist eines der „großen Dinge“, von denen sie sagt, dass Gott sie an ihr getan hat!

 

Wichtige Anmerkung:

 

Von Protestanten wird, um das oben Dargelegte zu verschleiern, das Wort des Engels „du hast Gnade gefunden bei Gott“ mit seinem Wort „Sei gegrüßt, Kecharitomena“ in Verbindung gebracht, und auf dieser Verwässerung basierend gesagt, Maria sei nur dadurch begnadet worden, dass sie die Gnade empfing, Jesu Mutter zu werden. Doch das Wort „begnaden“ ist ein anderes Wort, als „Gnade finden“. Das Wort „begnaden“ bedeutet, jemandem die Gnade zuteilwerden lassen, während das Wort „Gnade finden“ bedeutet, vor jemandem bestehen können, von ihm anerkannt und angenommen werden. Während also in Lk 1,28 gesagt wird, dass Maria von Gott im Anfang und dort abgeschlossen gnadenvoll gemacht worden ist, wird in Lk 1,30 gesagt, dass die von Gott gnadenvoll gemachte Maria von Ihm anerkannt und angenommen worden ist, weil sie sich vor Gott bewährt hat, weil sie sich in ihrer ihr von Gott gegebenen Gnadenfülle sündenlos bewahrt hat!

 

 

III. Eine vollendete Gerechte erkennt sich als unter Maria stehend

 

Nach Lk 1,41 wurde Elisabeth, die Mutter des Täufers, von Heiligem Geist erfüllt, der sie nach Vers 42 dazu antrieb, Maria zusammen mit ihrem göttlichen Kind zu preisen. Wie Vers 43 zeigt, ließ der Heilige Geist Elisabeth folgendes erkennen:

 

Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt.“

 

Sie erkennt aufgrund ihrer Erleuchtung durch den Heiligen Geist, dass sie unter Maria steht, und dass Maria so viel erhabener ist, als sie, dass sie sich nicht als würdig betrachtet, von ihr besucht zu werden. Was besagt das? Um das festzustellen, müssen wir beachten, dass Elisabeth gemäß Gottes Wort Lk 1,6 eine vollendete Gerechte, eine vollendete Heilige, war, weil sie vor Gott „untadelig in allen Geboten und Satzungen des HERRN“ wandelte. Das heißt: Wenn sich schon Elisabeth als vollendete Gerechte im Lichte des Heiligen Geistes nicht würdig betrachtete, von Maria besucht zu werden, dann muss Maria noch weit vollkommener sein, als sie, was somit Mariens Sündenlosigkeit impliziert, da nur ein Sündenloser so erhaben sein kann, dass sich selbst ein vollendeter Gerechter im Lichte des Heiligen Geistes unter ihn stellen muss!

 

 

IV. Psalm 45,10-16

 

In Psalm 45 heißt es über Maria, die Königin des Himmels:

 

Die Königstöchter stehen da in deinem Schmuck, die Königin zu deiner Rechten in Ofirgold, umgeben von bunter Pracht! Höre, Tochter, und siehe, und neige dein Ohr und vergiss dein Volk und deines Vaters Haus. Der König verlangt nach deiner Schönheit, denn er ist der Herr, dein Gott, und ihn betet man an. Die Töchter von Tyrus bemühen sich um deine Gunst, alle Reichen des Volkes. Ganz Herrlichkeit ist die Königstochter im Innern, mit goldenem Saume geziert, ist sie mit bunten Kleidern angetan. Hinter ihr her führt man Jungfrauen zum König; ihre Genossinnen bringt man zu dir! Sie werden herzu geführt unter Freude und Jubel, hineingeleitet in den Palast des Königs.“ (Ps 45,10-16)

 

Dieser Psalm wird hier und hier behandelt. 

 

1. Anfangs ist von den Königstöchtern die Rede, d.h. von den Töchtern des himmlischen Vaters, des Königs, von den heiligen Frauen, von denen eine Maria Magdalena und Elisabeth sind. Gleich darauf ist die Rede von der Königin, von Maria, die ebenfalls als „Tochter“ und in Vers 14 als „Königstochter“ bezeichnet wird. Sie wird hier also als einzigartige Tochter Gottes hervorgehoben, weil sie nicht zu der Gruppe der anderen Königstöchter gezählt, sondern gesondert von ihnen erwähnt wird. Dasselbe sehen wir bei Christus: Gott hat gemäß der Bibel viele Söhne, aber nur ihn als seinen einzigartigen Sohn. Das ist sehr aufschlussreich: So, wie in der Bibel kein einziger Mann als Einzelner Sohn Gottes bezeichnet wird, außer Christus, so wird in der Bibel auch keine einzige Frau als Einzelne als Tochter Gottes bezeichnet, außer hier Maria. Auf diese Weise stellt die Heilige Schrift sie Beide parallel gegenüber, so dass anzunehmen ist, dass Maria als Gottes Tochter genauso sündenlos ist, wie Christus als Gottes Sohn, da Beide in der Bibel aus dem Kreis der gewöhnlichen Söhne und Töchter Gottes sonst nicht herausgenommen wären!

 

2. Die Tatsache, dass Maria, die Tochter Gottes, nicht zu den vollendeten heiligen Töchtern Gottes gezählt wird, sondern gesondert, außerhalb ihrer Gruppe, und auf diese Weise einzigartig hervorgehoben wird, zeigt diesen Sachverhalt noch anderweitig auf: Steht Maria hiernach als Tochter Gottes außerhalb der Gruppe der vollendeten Töchter Gottes, so bedeutet das, dass Maria noch vollkommener sein muss, als jene, was somit wiederum Mariens Sündenlosigkeit impliziert, da nur ein Sündenloser höher steht, als die vollendeten Heiligen, die, wie Ps 45,10 anzeigt, unter Maria, ihrer Königin, stehen, wie die vollendete Gerechte Elisabeth, die zu eben diesen in Ps 45,10 genannten Töchtern Gottes gehört.

 

3. Nach Ps 45,12 verlangte Gott nach der Schönheit Mariens, was sich selbstverständlich nicht auf eine äußere Schönheit Mariens bezieht, sondern auf ihre innere Schönheit, die wiederum ihre Sündenlosigkeit impliziert, (a) weil eine mit Sünde behaftete Seele für Gott nicht schön ist, und (b) da in der Bibel keine andere Frau in solchem Kontext als schön vor Gott bezeichnet wird, nur sie. Sie ist also einzigartig schön. Und im Hohelied erkennen wir Katholiken die dort erwähnten zwei Hauptpersonen als Jesus Christus, den neuen Adam, und als seine Mutter Maria, die neue Eva, von der es in Hld 2,2 heißt, dass sie „die Lilie unter den Dornen“ ist, die Sündenlose unter den Sündigen, und Hld 4,7, dass sie „ganz schön“, „ohne Makel“, ohne Sünde, ist. Und in Ps 45,3 heißt es von Jesus Christus, dass er der Schönste aller Menschenkinder ist, so dass er in seiner Sündenlosigkeit schöner ist als seine Mutter in ihrer Sündenlosigkeit, und zwar deshalb, weil er als Gottmensch die Gebote vollkommener erfüllen konnte als sie als bloßer Mensch. Es gibt daher die folgende Rangordnung in der Schönheit: Wir unvollendete Heilige sind aufgrund unserer Unvollendetheit wenig schön; die vollendeten Heiligen sind aufgrund ihrer Vollendung in der Heiligkeit schön; die sündenlose Mutter Gottes ist aufgrund ihrer Sündenlosigkeit besonders schön, und Christus ist, weil er als Sündenloser seine eigenen Gebote vollkommener erfüllt, der Schönste.

 

4. In Vers 14 des Psalms heißt es über Maria: „Ganz Herrlichkeit ist die Königstochter im Innern, mit goldenem Saume geziert, ist sie mit bunten Kleidern angetan.“ Sie ist im himmlischen Palast äußerlich „ganz Herrlichkeit“, was somit auf ihr Inneres hinweist; denn ist sie äußerlich ganz herrlich, so muss sie auch innerlich ganz herrlich sein, da Gott den innerlichen Zustand eines Menschen entsprechend belohnt oder bestraft, so dass hier die äußerliche Herrlichkeit Mariens in Fülle auf ihre innere Herrlichkeit in Fülle hinweist, die Gott ihr entsprechend mit äußerlicher Herrlichkeit in Fülle belohnt hat, was wiederum mit Hld 4,7 korrespondiert, wo sie als „ganz schön“ und als „ohne Makel“ bezeichnet wird. Die ganze innere Herrlichkeit Mariens ist dann ihre Sündenlosigkeit; denn nur ein Sündenloser ist innerlich GANZ herrlich, GANZ schön, während wir gewöhnlichen Christen aufgrund unserer Sünden innerlich nicht GANZ herrlich, nicht GANZ schön sind, sondern nur teilweise und geringfügig.

 

 

V. Was uns die Lade des Alten Bundes über Maria sagt

 

Offb 12 enthüllt uns Maria als die Lade des Neuen Bundes (siehe hier). Durch die Identifizierung Mariens als die Lade des Neuen Bundes können wir ihre persönlichen Eigenschaften erkennen, da Gott sie nach dem Sinnbild der alten Bundeslade gemacht hat. Schauen wir daher, wie die alte Bundeslade nach Gottes Anordnung gemacht wurde. Daraus können wir dann ersehen, wie Gott seine neue Bundeslade Maria gemacht hat. Es heißt über den Bau der alten Bundeslade in 2 Mo 25,10f: „Verfertige eine Lade aus Akazienholz … überziehe sie mit reinem Gold von innen und außen …“

 

1. Die alte Bundeslade, die Maria, die neue Bundeslade, typologisch vorausbezeichnet, sollte aus dem unverweslichen Akazienholz hergestellt werden. Das verweist auf Mariens Empfängnis, in deren Moment Gott sie, seine neue Bundeslade, gemacht hat. Das unverwesliche Akazienholz bezeichnet Mariens menschliches Fleisch, welches somit die Verwesung nicht schauen würde, wie das unverwesliche Akazienholz der alten Bundeslade es nicht schaute, was anzeigt, dass Mariens Leib, wie ursprünglich Evas Leib, nicht unter der Macht des Todes, der Verwesung und der Sünde gestanden hat, so wie auch Christi Leib (vgl. Apg 2,24-27), der ja nur deshalb starb, weil er getötet wurde, aber ansonsten nicht gestorben wäre; aber auch er schaute die Verwesung nicht (Ps 16,10).

 

2. Das reine Gold nun, mit dem die Lade aus Akazienholz überzogen werden sollte, symbolisiert die Sonne, mit der Maria, die neue Bundeslade, nach Offb 12,1 bekleidet ist: „… eine Frau, mit der Sonne bekleidet …“ Die Sonne, die die neue Bundeslade Maria bekleidet, entspricht dem reinen Gold, mit dem die alte Bundeslade bekleidet war. Doch wie die Herstellung der alten Bundeslade zeigt, würde Maria, die neue Bundeslade, bei ihrer Erschaffung auch von Innen mit der Sonne bekleidet werden, wie die alte Bundeslade von Innen mit dem reinen Gold. Das heißt: Mariens menschliches Fleisch ist seit ihrer Erschaffung, seit ihrer Empfängnis, von Innen und Außen mit dem göttlichen Licht bekleidet, so dass bei ihrer Zeugung die Erbsünde aufgrund des göttlichen Lichts, das ihr Fleisch vom Innersten her schützte, auf sie nicht übertragen werden konnte, „denn Gott, der Herr, ist Sonne und Schild!“, sagt Ps 84,12! Und das ist ihre Unbefleckte Empfängnis!

 

 

VI. Die neue Eva

 

Alles im Alten Testament und im Alten Bund Vorhandene ist eine typologische Entsprechung zu dem, was im Neuen Bund gegeben ist. So wissen wir von Paulus, dass Adam der Anti- Typus zu Christus, den neuen Adam, ist. So, wie nun Adam ein Anti-Typus ist, nämlich zu Christus, so ist Eva der Anti-Typus zur neuen Eva, die als Gegenbild zu Eva, die der Schlange die Hand gereicht hat, mit Satan in Feindschaft steht:

 

Feindschaft werde ich stiften zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Samen und ihrem Samen …“ (1 Mo 3,15)

 

Nach dem Sündenfall Evas, bei der sie der Schlange die Hand gereicht hat, kündigte Gott Evas Gegenbild an, die FRAU, die mit der Schlange in Feindschaft steht. In Offb 12 kommen diese Frau, die neue Eva, und ihr hier prophezeiter Same wieder vor. Die Bibel identifiziert sie, wie hier sehen, als Maria und Jesus! Hier in Offb 12 sind also alle vorhanden wie in 1Mo 3,15: Die Schlange, die mit der Frau in Feindschaft steht, die Frau, die mit ihr in Feindschaft steht, und ihr Same, der aus ihrem leiblichen Sohn, dem Knaben, und dem Rest ihres Samens, den wahren Christen, besteht. Und das sagt uns jetzt sehr viel über Maria, die neue Eva:

 

1. So wie Eva der Schlange ihre Hand reichte, so ist die Hand Marias, der neuen Eva, gegen die Schlange ausgerichtet. Der Same Mariens, der neuen Eva, ist Christus, der neue Adam. So, wie die jungfräuliche Eva infolge ihres zur Schlange gesprochenen Ja’s das Unheil gebar, so gebar die jungfräuliche neue Eva infolge ihres zum Engel Gabriel gesprochenen Ja's das Heil (Lk 1,38). Dazu zwei Kirchenväter:

 

Irenäus von Lyon (+ 202/203): „So wurde auch der Knoten des Ungehorsams der Eva durch den Gehorsam Mariens gelöst; denn was die Eva durch ihren Ungehorsam angebunden hatte, das löste die Jungfrau Maria durch ihren Glauben.“

 

Tertullian (+ 220): „Allein auch hier verlangt der innere Zusammenhang der Sache, dass Gott sein Bild und Gleichnis, welches in des Teufels Gefangenschaft geraten war, durch ein entsprechendes Verfahren wieder befreite. In eine Jungfrau nämlich, was ja noch Eva war, hatte das Wort, welches den Tod bewirkte, Eingang gefunden. Das Wort Gottes, welches das Leben aufrichten sollte, musste ebenfalls in eine Jungfrau eingehen, damit, was durch ihr Geschlecht verloren gegangen war, durch dasselbe Geschlecht wieder zum Heile gelange. Eva hatte der Schlange geglaubt, Maria glaubte dem Gabriel. Was jene durch ihren Glauben sündigte, hat diese durch ihren Glauben wieder gut gemacht.“

 

Da Christus, der neue Adam, nun das Gegenbild zum sündig gewordenen Adam ist, so ist er ohne Erbsünde und Sünde. Und da Maria, die neue Eva, das Gegenbild zur sündig gewordenen Eva ist, so ist sie ohne Erbsünde und Sünde.

 

2. Maria, die neue Eva, wird von Gott ausdrücklich als Satans Rivalin, Widersacherin und Gegenspielerin bezeichnet, die er dazu gemacht hat. Daraus leitet sich direkt ab, dass Maria ohne Satans Samen (ohne Erbsünde) und ohne seine Werke (ohne Sünden) ist, weil sie sonst nicht seine Widersacherin sein könnte, weil Satan der Vater jeder Sünde ist, und jede Sünde an Satan bindet, und man ihm mit jeder Sünde die Hand reicht, und dies somit nicht auf Maria zutrifft, weil sie ja seine Feindin, Rivalin, Widersacherin und Gegenspielerin ist! Als Feindin, Rivalin, Widersacherin und Gegenspielerin Satans steht Maria Satan entgegengesetzt: So wie Satan, ihr Widersacher und Rivale, voll Sünde ist, so ist sie als seine Feindin, Widersacherin, Rivalin und Gegenspielerin bar jeder Sünde.

 

Die Heilige Schrift bezeugt und impliziert mehrfach, dass Gott seine künftige Mutter, die er sich von Ewigkeit her gedacht und konzipiert hat, bei ihrer Erschaffung vor der Erbsünde bewahrt und sie dabei voll begnadet und so das vierte Gebot bis zur Neige erfüllt hat, so dass sie im Verlauf ihres Lebens ohne weiteres ohne Sünde leben konnte. Wenn sie dann in ihrem Magnifikat Lk 1,46 von Gott als ihren Retter spricht, dann ist er das allemal: Er hat sie vor dem drohenden Übel, der Erbsünde, gerettet.

 

 

 

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