Die Bibel kommt von der Katholischen Kirche


Protestant verteidigt die "Apokryphen" als inspiriert!


Die Schrift allein?

Sola Scriptura biblisch widerlegt!

»Und gleichwie die Bibel niemals ein Gegenstand des Glaubens sein kann ohne die Kirche, so kann sie auch ohne dieselbe nie und nimmer als Regel des Glaubens gelten.«
- Giovanni Perrone SJ, Der Protestantismus als Glaubensregel.
Sola scriptura - »die Schrift allein« -, so lautet eines der Hauptprinzipien, auf die sich der Protestantismus stützen will. Ist dieses Fundament tragfähig? In "Die Schrift allein?" unterzieht Joel Peters es einer Belastungsprobe, gleich 21mal. Dabei geht er sachkundig und mit unbestechlicher Logik vor. Das Ergebnis ist eindeutig: Das Sola-Scriptura-Prinzip ist ein menschliches Konstrukt und hat mit der von Jesus Christus gestifteten Religion nichts zu tun. Es steht im absoluten Widerspruch zur Heiligen Schrift, den historischen Fakten und dem gesunden Menschenverstand. Es sind die stillen Worte, die den Sturm bringen - wie es in dieser kleinen apologetischen Schrift geschieht. Sie liefert Sprengstoff, der geeignet ist, einen Grundpfeiler des Protestantismus restlos zu dekonstruieren.

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Die Dunkelmänner

Mythen, Lügen und Legenden um die Kirchengeschichte

Die Wahrheit über die Kirchengeschichte. Zahlreiche Angriffe und Vorurteile gegen die Katholische Kirche und den katholischen Glauben beruhen nicht auf Irrtümern, sondern auf beabsichtigten Verzerrungen historischer Tatsachen. Diese werden in diesem Buch des Historikers Michael Hesemann überführt. Zur Bestellung bitte auf das Bild klicken.


Martin Luther

Wie er leibte, lebte und starb

 


Ablasshandel bis Zölibat

Mit Klischees über die Kirche müssen sich viele Menschen in Diskussionen auseinandersetzen. In persönlichen Gesprächen oder in den sozialen Kommunitäten im Internet begegnen einem die immer gleichen Angriffsformationen. Das »Sündenregister« der Katholischen Kirche ist in den Augen des modernen, aufgeklärten, religionsfernen Menschen ellenlang. Die Kirche wird von außen mit Kritik und Forderungen konfrontiert und muß auch innerhalb ihrer Mauern manche Zerreißprobe bestehen.
Der Philosoph und Publizist Josef Bordat nimmt sich 36 populäre religions- und kirchenkritische Thesen vor und setzt ihnen mit Kenntnisreichtum und Besonnenheit historische und systematische Fakten entgegen. So entsteht eine sachliche und differenzierte Darlegung von Geschichte und Wesen der Katholischen Kirche, die allen Diskussionsteilnehmern zu einem begründeten Urteil über eine der umstrittensten, aber auch wichtigsten Einrichtungen der Menschheit bieten. Zur Bestellung bitte auf das Bild klicken.


Märtyrer der Reformation

Die viel gefeierte Reformation in Deutschland löste nicht nur eine Kirchenspaltung, sondern auch zahlreiche gewalttätige Auseinandersetzungen aus. In diesem Buch stellt der Herausgeber Glaubenszeugen vor, die als Märtyrer der Reformation ihr Leben verloren. Erschütternde und bewegende Schicksale, die zeigen, dass die Reformation viel Leid und Unheil verursachte. Zur Bestellung bitte auf das Bild klicken.


Der Papst der Hitler trotzte

Die bevorstehende Seligsprechung Papst Pius XII. hat die Debatte um seine Rolle während des Zweiten Weltkriegs neu angeheizt. Hätte der Papst die Greueltaten Hitlers stoppen können, indem er Krieg und Judenverfolgung öffentlich verurteilte?
Michael Hesemann zeichnet ein Bild Pius XII. im Licht der neuesten historischen Forschung - und kommt zu einem aufregenden Ergebnis: Pius XII. hat dem deutschen Diktator getrotzt, der Papst war ein subtiler Gegenspieler des Nazi-Terrors.

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Luther und die protestantische Revolution

(Deutscher Untertitel)


Der Papst und der Holocaust

Pius XII. und die geheimen Akten im Vatikan

Kaum ein Vorwurf kann schwerwiegender sein: Papst Pius XII. habe geschwiegen, als er von Hitlers Plan erfuhr, die Juden Europas zu vernichten. Er habe sogar tatenlos zugeschaut, als praktisch unter seinem Fenster die römischen Juden in die Todeslager deportiert wurden. Doch diese Version, auch bekannt als ,,schwarze Legende", ist falsch. Die Beweise, dass es ganz anders war, lagen ein halbes Jahrhundert im Geheimarchiv des Vatikans unter Verschluss. 2018 endlich werden die vielen 100.000 Akten der Forschung zur Verfügung stehen. Dr. h. c. Michael Hesemann hat als einer der ersten Historiker überhaupt Zugang zu den brisantesten Dokumenten des 20. Jahrhunderts erhalten. Im Rahmen seiner umfassenden Aufarbeitung dieses dramatischsten Kapitels der jüngeren Kirchengeschichte werden sie in diesem Band weltexklusiv veröffentlicht. Zur Bestellung auf das Bild klicken.

Mariens immerwährende Jungfräulichkeit

Eine weitere persönliche Eigenschaft Mariens ist ihre immerwährende Jungfräulichkeit, was Protestanten ablehnen. Ihre Reformatoren sahen es noch anders. Um ihre Position biblisch zu belegen, führen sie meines Wissens fünf Bibelaussagen an, die wir nun biblisch erörtern wollen:

 

I. „Und als die Tage ihrer Reinigung sich nach dem Gesetz des Moses erfüllten, brachten sie ihn nach Jerusalem hinauf, um ihn dem Herrn darzustellen, wie geschrieben steht im Gesetz des Herrn …” (Lk 2,22)

 

Es wird gesagt, dass die im Gesetz Mose vorgeschriebene Reinigung, der sich Maria unterzog, beweisen würde, dass sie bei der Geburt ihres Sohnes Jesus Christus ihre biologische Jungfräulichkeit verloren habe. Dagegen ist zu erwidern:

 

1. In Mt 3,13 steht auch, dass sich Jesus der johanneischen Bußtaufe unterzogen hat, so wie Maria, seine Mutter, der gesetzlich angeordneten Reinigung. Das heißt: So, wie aus der Bußtaufe Christi nicht zu schlussfolgern ist, dass er Sünder war und deshalb die Bußtaufe benötigt hätte, so ist auch aus der Reinigung seiner Mutter nicht zu schlussfolgern, dass sie aufgrund der Geburt ihres Sohnes ihre biologische Jungfräulichkeit verloren habe. Man kann daher schlussfolgern: So, wie sich Jesus gemäß Mt 3,13 als Sündenloser der Bußtaufe unterzog, um „alle Gerechtigkeit [zu] erfüllen“, so unterzog sich seine Mutter aus demselben Grund der vorgeschriebenen Reinigung.

 

2. In Jes 7,14 lesen wir: „Siehe, die Jungfrau wird empfangen und einen Sohn gebären …“ Diese Stelle bezieht der Apostel Matthäus im Heiligen Geist auf Maria und Jesus: „Dies alles ist geschehen, damit erfüllt würde, was gesagt ist vom Herrn durch den Propheten: ‚Siehe, die Jungfrau wird empfangen und einen Sohn gebären …“ (Mt. 1,22-23) Nach Matthäus, der vom Heiligen Geist inspiriert war, besagt die von ihm zitierte Jesaja-Stelle, dass die Jungfrau Maria empfangen und geboren hat; sie war also, wie bezeugt, Jungfrau bei der Empfängnis und Geburt Christi.

 

Aus alledem ergibt sich: Maria hat ihre biologische Jungfräulichkeit weder bei der Empfängnis noch bei der Geburt Christi verloren. Sie war unmittelbar nach der Geburt Jesu genauso Jungfrau, wie vorher.

 

 

II. „Und er (Josef) erkannte sie nicht, bis sie einen Sohn gebar, und er gab ihm den Namen ‚Jesus‘.“ (Mt 1,25)

 

Man sagt, dass Josef gemäß dieser Stelle keinen Geschlechtsverkehr mit Maria gehabt habe, bis sie Jesus Christus geboren hat. Das würde bedeuten, dass Josef seine Frau Maria danach erkannt hätte. Deshalb sei sie keine immerwährende Jungfrau! Was diese Protestanten nicht wissen, ist, dass das Wort „bis“ im biblischen Sprachgebrauch meistens einen Sachverhalt anzeigt, der sich nur auf den bezeichneten Zeitraum bezieht, über den hinaus keine gegenteilige Auskunft gegeben wird. Dazu einige biblische Beispiele:

 

1. Wenn es in 2 Sam 6,23 heißt, dass Michal, die Tochter König Sauls, bis zu ihrem Tod kinderlos blieb, dann heißt das nicht, dass sie nach ihrem Tod Kinder bekam.

 

2. Wenn nach Psalm 110 Christus zur Rechten des Vaters sitzt, bis der Vater ihm seine Feinde unterworfen hat, dann heißt das nicht, dass er danach entmachtet wird.

 

3. Wenn Christus nach Mt 28,20 sagt, dass er alle Tage bis zum Ende der Welt bei seinen Aposteln bleibt, dann heißt das nicht, dass er sie nach dem Ende der Welt verlassen wird.

 

4. Oder wenn Paulus in Phil 2,8 schreibt, dass Christus „bis zum Tod am Kreuz“ gehorsam war, dann heißt das nicht, dass er danach ungehorsam und somit Sünder geworden ist.

 

5. Oder wenn Gott dem Jakob nach 1 Mo 28,15 verspricht, er werde ihn nicht verlassen, bis er getan habe, was er ihm versprochen hat, dann bedeutet das nicht, dass er ihn danach verlassen hat.

 

Genauso auch hier: Wenn es heißt, dass Josef seine Frau Maria während ihrer Schwangerschaft nicht erkannt hatte, bis sie einen Sohn – Jesus Christus – gebar, so bedeutet das nicht, dass er sie danach erkannte. Mit dem Wort „bis“ in Mt 1,25 beabsichtigte Matthäus lediglich die in Vers 23 zitierte Prophetie Jes 7,14 zu bestätigen, nach der Maria Jungfrau bei der Geburt Christi sein sollte:

 

Dies alles ist geschehen, damit erfüllt würde, was gesagt ist vom Herrn durch den Propheten: ‚Siehe, die Jungfrau wird ... einen Sohn gebären …“ (Mt. 1,22-23)

 

Indem Matthäus bezeugt, dass Josef Maria „bis“ zur Geburt Christi nicht erkannt hatte, bestätigt er diese Prophetie! Die Frage, ob er sie danach erkannte, stellte sich ihm nicht, weil sie nicht mehr im Blickfeld der von ihm hier behandelten Prophezeiung steht!

 

 

III. „… und sie (Maria) gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen …“ (Lk 2,7)

 

Da Jesus der erstgeborene Sohn Marias ist, so meint man, habe Maria dieser Aussage zufolge noch mindestens einen Zweitgeborenen gehabt. Das trifft nicht zu, weil das ebenfalls unbiblisch ist. Denn nach 2 Mo 13,2 wird der Titel „Erstgeborener“ als das definiert, „was den Mutterschoß als Erstes öffnet“, unabhängig davon, ob danach noch ein weiteres Kind folgt. Das zeigt sich auch an der Tatsache, dass das so definierte erstgeborene Kind einige Zeit später, nach der Reinigung der Mutter, dem Herrn dargebracht werden sollte, unabhängig davon, ob es noch ein weiteres Kind geben wird oder nicht (was man im Vorfeld ja nicht wissen kann). Weil das so ist, mussten Maria und Josef auf keinen Zweitgeborenen warten, damit Christus der „Erstgeborene“ bezeichnet werden und Gott aufgeopfert werden konnte:

 

Und als die Tage ihrer Reinigung nach dem Gesetz Moses vollendet waren, brachten sie ihn nach Jerusalem, um ihm dem Herrn darzustellen, wie im Gesetz des Herrn geschrieben steht: 'Alle männliche Erstgeburt soll dem Herrn geheiligt heißen'“ (Lk 2,22-23)

 

Aus diesem Grund ist aus Lk 2,7 nicht ersichtlich, dass Maria noch einen Zweitgeborenen hätte. Das war in der damaligen Zeit allen klar! Es ist der Fehler der Protestanten, historische Begriffe und Hintergründe der damaligen Zeit nach heutigen Maßstäben und Auffassungen zu begreifen. So funktioniert aber kein „biblisch sein“. „Biblisch sein“ beinhaltet, die biblischen Aussagen vor dem Hintergrund der Auffassungen der damaligen Zeit zu verstehen, weil sie auf diesen Auffassungen basieren, und in ihnen eingebettet sind, und nicht auf heutigen. Daher noch ein Beleg zur noch besseren Verdeutlichung für diejenigen, die antike Schriften nach heutigen Auffassungen begreifen: Es heißt: Jesus ist „der Erstgeborene der ganzen Schöpfung, weil in ihm alles erschaffen wurde“ (Kol 1,15; vgl. Hebr 1,6). Er ist der Erstgeborene der ganzen Schöpfung, obwohl es keinen „Zweitgeborenen der ganzen Schöpfung“ geben wird! Beachten wir auch eine 20 km nordöstlich von Kairo gefundene jüdische Inschrift am Grab einer jungen Frau vom 28. Januar 5 v. Chr.: „Bei den Geburtswehen meines erstgeborenen Kindes führte mich das Schicksal an das Ende meines Lebens“.

 

 

IV. „Und seine Brüder Jakobus, Josef, Simon und Judas? Und sind nicht seine Schwestern bei uns?“ / „Ist er nicht … der Bruder des Jakobus, Joses und des Judas und Simon? Und sind nicht seine Schwestern bei uns?“ (Mt 13,55-56 / Mk 6,3)

 

Diesen Bibelstellen zufolge habe Jesus leibliche Brüder und Schwestern gehabt. Maria sei demnach keine immerwährende Jungfrau. Dagegen ist zu erwidern:

 

1. Dem biblischen Sprachgebrauch zufolge muss es sich bei den Bezeichnungen „Bruder“ und „Schwester“ nicht um die Bezeichnung leiblicher Geschwister handeln. Hier einige biblische Beispiele, die das biblisch beweisen:

 

- In 1 Chr 23,21–22 heißt es, dass Machli zwei Söhne hatte: Eleasar und Kisch. Eleasars Töchter heirateten nun die Söhne seines leiblichen Bruders Kisch, ihre Cousins, die der Schreiber als „ihre Brüder“ bezeichnet: „Eleasar ... hatte nur Töchter, und diese heirateten die Söhne des Kisch, ihre Brüder“. Ihre Vettern sind gemäß dem biblischen Sprachgebrauch ihre Brüder!

 

- Nach 1 Mo 25,20-26 ist Laban der Onkel von Jakob, den Jakob nach 1 Mo 25,20-26 aber als seinen „Bruder“ bezeichnet. Sein Onkel ist gemäß dem biblischen Sprachgebrauch sein Bruder!

 

- In 1 Mo 27,29.37 setzt Isaak seinen Sohn Jakob über alle seine Brüder. Da Jakob nur einen leiblichen Bruder hatte, so bezeichnet „Brüder“ die gesamte männliche Verwandtschaft Jakobs. Seine nahen und entfernten Verwandten sind gemäß dem biblischen Sprachgebrauch seine Brüder!

 

- Nach 1 Mo 13,8 ist Lot der Neffe Abrahams, und doch nennt Abraham ihn “Bruder”: „Es soll doch kein Streit sein zwischen mir und dir, zwischen meinen und deinen Hirten, denn wir sind ja Brüder!“ Der Neffe Abrahams ist gemäß dem biblischen Sprachgebrauch sein Bruder, und ebenso Abraham ihm gegenüber als dessen Onkel.

 

- Wenn es in Ri 20,13 (vgl. auch Lev 25,39) heißt: „Die Benjaminiten wollten nicht auf ihre Brüder, die Israeliten hören“, dann bezeichnet das Wort „Bruder“ die männlichen Volksgenossen. Die eigenen Volksgenossen sind einem gemäß dem biblischen Sprachgebrauch Brüder.

 

- Es heißt in Joh 19,25, dass Maria, die Mutter des Herrn, eine Schwester mit demselben Namen „Maria“ hat. Da niemand seinen Kindern denselben Vornamen gibt, so handelt es sich bei der „Schwester“ der Gottesmutter nicht um eine leibliche Schwester von ihr, sondern um eine Verwandte ab dem 3. Grad, vielleicht um eine Cousine! Diese entfernte Verwandte Mariens ist dem biblischen Sprachgebrauch zufolge ihre Schwester!

 

Es ist also bis hierher unklar, ob es sich bei den „Brüdern“ und „Schwestern“ Jesu um seine leiblichen Geschwister handelt, oder nicht, weshalb man bis jetzt weder das eine noch das andere bejahen kann. Dieser Sachverhalt bleibt bis jetzt völlig offen!

 

2. Die Bibel spricht nirgendwo davon, dass die Brüder und Schwestern Jesu seine leiblichen Brüder und Schwestern wären. Dass es leibliche Brüder und Schwestern Jesu wären, ist nur eine protestantische Idee, die daher, weil sie unbiblisch ist, keine Relevanz hat!

 

3. Des Weiteren spricht das Neue Testament in diesem Zusammenhang an keiner Stelle von „Kindern“ oder von „Söhnen und Töchtern Marias“, sondern ausnahmslos von Brüdern und Schwestern Jesu. Auch das zeigt, dass es sich hier nur um eine protestantische Idee handelt, die mit dem Neuen Testament nichts zu tun hat! Wenn also die Bibel nie von leiblichen Söhnen und Töchtern Mariens spricht, aber von Brüdern und Schwestern Jesu, dann handelt es sich dabei gemäß dem biblischen Sprachgebrauch um Jesu Verwandte ab dem 3. Grad!

 

4. Der Bericht Lk 2,41-52 zeigt, dass Maria tatsächlich keine leiblichen Kinder außer Jesus hatte, da hier bezeugt wird, dass nur Maria, Josef und Jesus jährlich zum Paschafest gingen. Keine Spur von weiteren leiblichen Kindern Mariens! Hätte Maria nun nach Jesu dreizehntem Lebensjahr Kinder bekommen, wären diese zur Zeit der Mission Jesu unter 19 Jahre gewesen, also weit jünger als Jesus. Da die sog. “Brüder Jesu” gemäß den Evangelien aber eine bevormundende Stellung gegenüber Jesus eingenommen haben, so zeigt das, dass sie älter als Jesus waren, weil im alten Judentum nur ältere “Geschwister” den Jüngeren gegenüber bevormundend auftraten, nicht umgekehrt. Von leiblichen Brüdern Jesu ist in der Bibel einfach keine Spur zu finden!

 

5. Beachten wir auch Joh 19,26f.: „Als nun Jesus seine Mutter sah und neben ihr stehend den Jünger, den er liebte, sprach er zur Mutter: ‚Frau, siehe, dein Sohn!‘ Darauf sprach er zum Jünger: ‚Siehe, deine Mutter!‘ Und von jener Stunde an nahm sie der Jünger in sein Eigenes.“ In Anbetracht seines anstehenden Todes übergab Jesus seine Mutter seinem Lieblingsjünger Johannes zur Obhut. Das belegt, dass Maria neben Jesus keine weiteren leiblichen Söhne hatte, weil diese Aufgabe, die Jesus seinem Jünger erteilte, in der damaligen Zeit im jüdischen Kulturkreis diesen Söhnen zugefallen wäre. Wären also „die Brüder Jesu“ seine leiblichen Brüder, dann wären sie es gewesen, die sich nach Jesu Tod um Maria gekümmert hätten, und nicht Johannes, ein Außenstehender! Auch das belegt, dass „die Brüder Jesu“ nicht seine leiblichen Brüder sind. Nun ist mir eine protestantische Philosophie bekannt, welche die oben genannte Tatsache auszuhebeln versucht; es wird philosophiert: Jesus habe seine Mutter ihren leiblichen Söhnen (die in der Bibel nicht bezeugt sind!) nicht in Obhut geben wollen, weil sie ungläubig gewesen wären. Deshalb hätte er sie seinem gläubigen Jünger anvertrauen wollen. Dieses Argument hat vier Haken:

 

a) Maria benötigte keinen Schutz für ihren Glauben, weil ihr Glaube außergewöhnlich groß und stark war (siehe hier), und sogar noch größer als die der Apostel, was z.B. Offb 19,10 belegt, wonach der Glaube des Apostels Johannes kurzfristig erschüttert wurde, weshalb er in dem Engel eine Gottheit betrachtete. Deshalb war der Apostel Johannes zum Schutze des Glaubens Mariens ungeeignet, und doch wurde sie ihm von Jesus übergeben!

 

b) Wie wir aus den Evangelien wissen, waren die ungläubigen “Brüder” Jesu in der gesamten Zeit seiner Mission zusammen mit seiner Mutter unterwegs, beispielsweise nach Mk 3,31, und doch wurde ihr Glaube von deren Unglauben nicht erschüttert! Sie benötigte diesbezüglich absolut keinen Schutz!

 

c) Aus den Auferstehungsberichten der Evangelien wissen wir, dass auch die Apostel nicht an den Auferstandenen geglaubt haben, obwohl er ihnen seine Auferstehung angekündigt hatte. Sollte also Jesus jemandem seine Mutter anvertrauen, der nicht an seine Auferstehung glauben und später zwei Mal einen Engel für eine Gottheit halten sollte? Wo ist hier also der Unterschied zu Jesu ungläubigen „Brüdern“? Wir sehen, dass die besagte protestantische Philosophie einfach nicht aufgehen will!

 

d) Es trat aber nach der Auferstehung Christi eine Zeit ein, in der sowohl die Apostel als auch Jesu Brüder zum Glauben fanden, weshalb wir sie alle nach Apg 1,14 gläubig vereint in der Erwartung des Heiligen Geistes sehen: „Diese alle (die Apostel) verharrten einmütig im Gebet, zusammen mit den Frauen und Maria, der Mutter Jesu, und seinen Brüdern.“ Aus all dem ergibt sich, dass es Jesus gar nicht nötig hatte, seine Mutter dem Apostel Johannes in Obhut zu geben, aber er musste es tun, weil es keine andere Alternative gab, weil seine Mutter keine weiteren leiblichen Söhne hat!

 

6. Matthäus und Markus berichten in Mt 27,56 und Mk 15,40 von Jakobus und Josef/Joses, die die Söhne einer Maria sind: „Unter ihnen (den Frauen) war Maria Magdalena, Maria, die Mutter des Jakobus und Josef …“; „Auch Frauen schauten von weitem zu, unter ihnen Maria Magdalena und Maria, die Mutter des Jakobus des Jüngeren und des Joses ...“ Matthäus und Markus bezeugen damit,

 

(a) dass diese beiden „Brüder“ Jesu keine leiblichen Brüder von Judas und Simon sind, die ebenfalls als „Brüder Jesu“ genannt werden, d.h. dass sie eine andere Mutter haben als sie. Das bedeutet, dass zwei der vier Brüder Jesu somit nicht Maria, die Mutter Jesu, zur Mutter haben.

 

(b) dass die Mutter des Jakobus und des Joses nicht die Mutter Jesu, sondern eine andere Maria ist. Diese andere Maria ist nach Mk 15,41 Jesus nachgefolgt, „als er noch in Galiläa war“, und hat ihm gedient, was auf seine Mutter gemäß Mk 3,31-35 nicht zutrifft. Des Weiteren stand Jesu Mutter nahe beim Kreuz, so dass er mit ihr reden konnte, während die Mutter des Jakobus und Joses „von ferne“ zuschaute (Mt 27,55, Mk 15,40). Bei dieser anderen Maria handelt es sich somit ganz offensichtlich um Maria, die Schwester der Mutter Jesu: „Es standen bei dem Kreuze Jesu seine Mutter und die Schwester seiner Mutter, Maria, die Frau des Klopas, und Maria Magdalena.“ (Joh 19,25) Die Mutter des Jakobus und Joses ist die Frau des Klopas, eine entfernte Verwandte der Mutter Jesu, die hier als ihre Schwester bezeichnet wird. Die Brüder Jesu Jakobus und Joses sind folglich keine leiblichen Brüder Jesu, und auch keine leiblichen Brüder von Judas und Simon, der anderen beiden Brüder Jesu, sondern seine und ihre entfernten Verwandten!

 

7. Übrig bleiben Jesu Brüder Judas und Simon. Waren sie Jesu leibliche Brüder? Auf keinen Fall, sondern ebenfalls seine entfernten Verwandten, und zwar aus ganz einfachen Gründen: In allen Textstellen, die die Brüder Jesu namentlich bezeichnen, sehen wir folgendes: „Ist das nicht der Sohn des Zimmermanns? Heißt nicht seine Mutter Maria und seine Brüder Jakobus und Josef und Simon und Judas?“ (Mt 13,55, Mk 6,3) Es sind hier zwei Dinge feststellbar:

 

a) „Die Nazarener zählen hier voll ungläubigen Erstaunens über den Ruhm Jesu offenbar seine allernächsten Verwandten auf, beginnend mit dem 'Zimmermann', den sie für seinen Vater hielten, und seiner Mutter Maria. Nach der Aufzählung von Vater und Mutter müsste man unmittelbar die leiblichen Geschwister erwarten ... Nun kommen aber nach Vater und Mutter in der Aufzählung sofort Jakobus und Josef, von denen wir nach den obigen Ausführungen wissen, dass es nichtleibliche 'Brüder' Jesu waren. Es widerspräche nun jeglicher Logik, wenn nach der Nennung dieser zwei entfernteren Verwandten noch leibliche Geschwister Jesu genannt würden.“(2) Heißt: Die leiblichen Geschwister gehören an den Anfang, und nicht entfernte Verwandte; die entfernteren Verwandten gehören an den Schluss!

 

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2 Neidhart, Dr. Ludwig: Die „Brüder“ Jesu: Hatte Maria mehrere Kinder oder lebte sie stets jungfräulich?, S. 8.

 

 

b) Die Einwohner Nazareths hätten, wenn es sich bei Simon und Judas um leibliche Brüder Jesu handeln würde, diesen die entfernten Verwandten Jesu (Jakobus und Joses) überhaupt nicht beigesellt. Sie hätte gesagt: „Ist das nicht der Sohn des Zimmermanns? Heißt nicht seine Mutter Maria und seine Brüder Simon und Judas?“ Sie hätten in Anbetracht dessen Jakobus und Joses als nichtleibliche Brüder Jesu weggelassen und nur die leiblichen genannt! Doch keine Spur davon! Daraus ergibt sich: „Waren die erstgenannten 'Brüder' Jakobus und Josef keine leiblichen Geschwister Jesu, so waren erst recht auch die letztgenannten 'Brüder' Simon und Judas und die danach noch genannten 'Schwestern' keine solchen.“ (Neidhart) - Das stimmt, auch die „Schwestern“ nicht!, da sonst ALLEIN diese genannt worden wären: „Ist das nicht der Sohn des Zimmermanns? Heißt nicht seine Mutter Maria? Und sind nicht seine Schwestern hier bei uns?“

 

8. Dass Maria keine weiteren leiblichen Söhne außer Jesus hatte, wird obendrauf noch durch die Beobachtung untermauert, dass Jesus an keiner Stelle „ein Sohn“ Marias oder „ein Sohn“ Josefs genannt wird, sondern immer, ausnahmslos: „DER Sohn“:

 

a) Mt 13,55: „Ist das nicht DER Sohn des Zimmermanns?

 

b) Joh 6,42: „Ist dieser nicht Jesus, DER Sohn Josefs?“

 

c) Lk. 2,7: „Sie gebar DEN Sohn von ihr, den Erstgeborenen“.

 

d) Mk 6,3: „Ist dieser nicht … DER Sohn Marias …?“

 

Hätten Maria und Josef noch mehr Söhne gehabt, dürfte es über Jesus an keiner einziger Stelle heißen, dass er DER Sohn Marias und Josefs ist, sondern EIN Sohn von ihnen:

 

Ist das nicht ein Sohn des Zimmermanns?

Ist dieser nicht Jesus, ein Sohn Josefs?“

Sie gebar einen Sohn von ihr, den Erstgeborenen“.

Ist dieser nicht … ein Sohn Marias …?“

 

Doch keine Spur davon! Damit bezeugen Lukas und die Einwohner Nazareths, dass Jesus nicht ein Sohn von mehreren ist, sondern der Sohn, der einzige!

 

9. Beachten wir, was Maria nach Lk 1,34 sagt: Nachdem der Engel Gabriel ihr ein Kind, den Messias, verheißen hat, fragte sie ihn:

 

Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkennen werde?“

 

Maria sagt es hier ganz offen: Sie erkennt keinen Mann – generell!, obwohl sie mit Josef verlobt war und ihn bald heiraten wird. Deshalb wundert sie sich, wie sie einen Sohn empfangen sollte, der ihr vom Engel gerade eben angekündigt worden ist. Sie sagt also selbst, dass sie Zeit ihres Lebens Jungfrau bleibt! Sie hat das gemäß dem mosaischen Gesetz selbst beschlossen:

 

Gelobt eine weibliche Person dem Herrn etwas, oder legt sie sich ein Keuschheitsgelübde auf, solange sie noch ledig im Hause ihres Vaters lebt, so sind ihre Gelübde gültig …, doch muss ihr Vater von dem Gelübde und ihrer Enthaltung … erfahren und dazu schweigen. Wehrt der Vater an dem Tage, da er davon hört, so haben alle ihre Gelübde und Keuschheitsgelübde … keine Gültigkeit … Und wenn sie etwa die Frau eines Mannes wird, während ihre Gelübde auf ihr lasten …, so haben ihre Gelübde und ihre Enthaltung … Gültigkeit, doch muss ihr Mann an dem Tage, da er davon erfährt, schweigen. Wehrt ihr Mann an dem Tage, da er davon erfährt, so macht er das Gelübde … ungültig …“ (4 Mo. 30,4-9)

 

Da Maria mit diesem ihrem Gelübde, das sie getätigt hatte, vor Gott verpflichtet war, es zu halten, konnte sie, als sie mit Josef verlobt war und ihre Ehe bevorstand, dem Engel mit aller Sicherheit sagen, dass sie von keinem Mann ein Kind bekommen wird! Maria ist ihrem eigenen Zeugnis zufolge immerwährende Jungfrau!

 

 

V. „Entfremdet bin ich meinen Brüdern und ein Fremder geworden den Söhnen meiner Mutter.“ (Ps 69,22)

 

Manche Protestanten führen diesen Psalm an, um zu beweisen, dass Jesus sehr wohl leibliche Brüder gehabt hätte, weshalb Maria keine immerwährende Jungfrau sein könne. Sie beziehen diesen Psalm deshalb auf Jesus, weil er in Mt 27,34.48 auf ihn bezogen wird. Dazu ist zu sagen: In Ps 69,22 sind die Söhne Mariens aus jenen unter IV.1-9 genannten Gründen nicht ihre leiblichen Söhne. Die Bibel teilt uns in Offb 12,17 mit, wer diese ihre Söhne sind:

 

Da wurde der Drache zornig auf die Frau und machte sich auf, Krieg zu führen mit ihren übrigen Kindern, mit denen, die Gottes Gebote halten und festhalten am Zeugnis Jesu.”

 

Nach Offb 12,17 hat Maria geistige Söhne, von denen Jesu Jünger welche waren, und denen Jesus während und nach seiner Passion ein Fremder geworden war, und sie deshalb nicht an seine ihnen von ihm selbst prophezeite Auferstehung von den Toten glaubten, auch dann nicht, als ihnen die Frauen vom Auferstandenen berichteten. So sehr ist ihnen Jesus fremd geworden, und das auch noch nach allem, was sie mit ihm erlebt hatten. Somit bezieht sich Ps 69,22 nicht auf leibliche Söhne Mariens, die es nicht gibt, sondern auf geistige Söhne Mariens, die Jünger, die geistigen Brüder Jesu!

 

Die immerwährende Jungfräulichkeit Mariens ist biblisch bezeugt. Als Gottes Magd hat Maria Gott, ihrem Herrn, - dem mosaischen Gesetz gemäß - um des Himmelreiches willen ein Keuschheitsgelübde gelobt, und Gott hat ihr ihre biologische Jungfräulichkeit bei der Geburt ihres Sohnes Jesus Christus bewahrt!

 

 

 

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In den letzten Jahren haben die Ex-Evangelikalen Scott und Kimberly Hahn auf vielen Veranstaltungen in den USA vor Tausenden von Menschen über ihre Konversion in die katholische Kirche  und über die Wahrheit und Reichtum des katholischen Glaubens gesprochen. Die Aufzeichnungen dieser Vorträge gingen hinaus in die ganze Welt. In diesem Buch haben sie ihre Geschichte niedergeschrieben als Zeugnis für ihren unglaublichen geistlichen Weg =nach Hause= in die weltweite Familie Gottes: die katholische Kirche. Zur Bestellung des Buches bitte auf das Bild klicken.


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