Die Bibel kommt von der Katholischen Kirche


Protestant verteidigt die "Apokryphen" als inspiriert!


Die Schrift allein?

Sola Scriptura biblisch widerlegt!

»Und gleichwie die Bibel niemals ein Gegenstand des Glaubens sein kann ohne die Kirche, so kann sie auch ohne dieselbe nie und nimmer als Regel des Glaubens gelten.«
- Giovanni Perrone SJ, Der Protestantismus als Glaubensregel.
Sola scriptura - »die Schrift allein« -, so lautet eines der Hauptprinzipien, auf die sich der Protestantismus stützen will. Ist dieses Fundament tragfähig? In "Die Schrift allein?" unterzieht Joel Peters es einer Belastungsprobe, gleich 21mal. Dabei geht er sachkundig und mit unbestechlicher Logik vor. Das Ergebnis ist eindeutig: Das Sola-Scriptura-Prinzip ist ein menschliches Konstrukt und hat mit der von Jesus Christus gestifteten Religion nichts zu tun. Es steht im absoluten Widerspruch zur Heiligen Schrift, den historischen Fakten und dem gesunden Menschenverstand. Es sind die stillen Worte, die den Sturm bringen - wie es in dieser kleinen apologetischen Schrift geschieht. Sie liefert Sprengstoff, der geeignet ist, einen Grundpfeiler des Protestantismus restlos zu dekonstruieren.

Zur Bestellung bitte auf das Bild klicken!


Die Dunkelmänner

Mythen, Lügen und Legenden um die Kirchengeschichte

Die Wahrheit über die Kirchengeschichte. Zahlreiche Angriffe und Vorurteile gegen die Katholische Kirche und den katholischen Glauben beruhen nicht auf Irrtümern, sondern auf beabsichtigten Verzerrungen historischer Tatsachen. Diese werden in diesem Buch des Historikers Michael Hesemann überführt. Zur Bestellung bitte auf das Bild klicken.


Martin Luther

Wie er leibte, lebte und starb

 


Ablasshandel bis Zölibat

Mit Klischees über die Kirche müssen sich viele Menschen in Diskussionen auseinandersetzen. In persönlichen Gesprächen oder in den sozialen Kommunitäten im Internet begegnen einem die immer gleichen Angriffsformationen. Das »Sündenregister« der Katholischen Kirche ist in den Augen des modernen, aufgeklärten, religionsfernen Menschen ellenlang. Die Kirche wird von außen mit Kritik und Forderungen konfrontiert und muß auch innerhalb ihrer Mauern manche Zerreißprobe bestehen.
Der Philosoph und Publizist Josef Bordat nimmt sich 36 populäre religions- und kirchenkritische Thesen vor und setzt ihnen mit Kenntnisreichtum und Besonnenheit historische und systematische Fakten entgegen. So entsteht eine sachliche und differenzierte Darlegung von Geschichte und Wesen der Katholischen Kirche, die allen Diskussionsteilnehmern zu einem begründeten Urteil über eine der umstrittensten, aber auch wichtigsten Einrichtungen der Menschheit bieten. Zur Bestellung bitte auf das Bild klicken.


Märtyrer der Reformation

Die viel gefeierte Reformation in Deutschland löste nicht nur eine Kirchenspaltung, sondern auch zahlreiche gewalttätige Auseinandersetzungen aus. In diesem Buch stellt der Herausgeber Glaubenszeugen vor, die als Märtyrer der Reformation ihr Leben verloren. Erschütternde und bewegende Schicksale, die zeigen, dass die Reformation viel Leid und Unheil verursachte. Zur Bestellung bitte auf das Bild klicken.


Der Papst der Hitler trotzte

Die bevorstehende Seligsprechung Papst Pius XII. hat die Debatte um seine Rolle während des Zweiten Weltkriegs neu angeheizt. Hätte der Papst die Greueltaten Hitlers stoppen können, indem er Krieg und Judenverfolgung öffentlich verurteilte?
Michael Hesemann zeichnet ein Bild Pius XII. im Licht der neuesten historischen Forschung - und kommt zu einem aufregenden Ergebnis: Pius XII. hat dem deutschen Diktator getrotzt, der Papst war ein subtiler Gegenspieler des Nazi-Terrors.

Zur Bestellung auf das Bild klicken.


Luther und die protestantische Revolution

(Deutscher Untertitel)


Der Papst und der Holocaust

Pius XII. und die geheimen Akten im Vatikan

Kaum ein Vorwurf kann schwerwiegender sein: Papst Pius XII. habe geschwiegen, als er von Hitlers Plan erfuhr, die Juden Europas zu vernichten. Er habe sogar tatenlos zugeschaut, als praktisch unter seinem Fenster die römischen Juden in die Todeslager deportiert wurden. Doch diese Version, auch bekannt als ,,schwarze Legende", ist falsch. Die Beweise, dass es ganz anders war, lagen ein halbes Jahrhundert im Geheimarchiv des Vatikans unter Verschluss. 2018 endlich werden die vielen 100.000 Akten der Forschung zur Verfügung stehen. Dr. h. c. Michael Hesemann hat als einer der ersten Historiker überhaupt Zugang zu den brisantesten Dokumenten des 20. Jahrhunderts erhalten. Im Rahmen seiner umfassenden Aufarbeitung dieses dramatischsten Kapitels der jüngeren Kirchengeschichte werden sie in diesem Band weltexklusiv veröffentlicht. Zur Bestellung auf das Bild klicken.

Nach Sola Scriptura ist nur das Alte Testament Bibel

Protestantische Lehrer und Prediger vertreten gemäß ihren sog. "Reformatoren", auf die sie alle zurückgehen, entweder zum Schein oder ernst gemeint deren Prinzip Sola Scriptura. Mit der "Scriptura", die also allein sichere Wahrheit sei, meinen Protestanten insgesamt alle Bücher ihres Alten und des Neuen Testaments. Ich werde jetzt anhand des Neuen Testaments aufzeigen, dass gemäß dem Neuen Testament nicht alle Bücher der protestantischen Bibel Teil der Bibel sind, sondern nur diejenigen Bücher, die im Neuen Testament ausdrücklich als "die Schrift" oder als "die Schriften" genannt werden. In 2Tim 3,16-17 lesen wir:

 

"Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nütze zur Lehre, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Unterweisung in der Gerechtigkeit, auf daß der Mensch Gottes vollkommen sei, zu jedem guten Werke völlig geschickt."

 

Hier wird von den protestantischen Lehrern und Predigern einfach vorausgesetzt, dass mit "alle Schrift", die "von Gott eingegeben" ist, die gesamte heute von ihnen benutzte "Bibel" sei - AT + NT. Doch das steht hier nicht! Mit "alle Schrift" ist hier die Schrift gemeint, die im Neuen Testament ausdrücklich als "die Schrift" oder als "die Schriften" gekennzeichnet wird. Jeder Kanon, den man bspw. aus der Kirchengeschichte herausliest, wie wir Katholiken das dürfen und tun, muss für einen Protestanten sehr ungewiss sein. Immerhin bringt für sie nur die Schrift wirkliche Erkenntnis darüber, ob Kirchenentscheide der Wahrheit entsprechen. So handhaben sie es zu mindestens mit allen anderen Lehren, die die Kirche im Laufe der Jahrhunderte formuliert hat. Sie prüfen sie alle anhand ihrer Bibel. Doch welche Schrift ist nun die Bibel, wenn man bei der Wahrheitsfindung allein auf die protestantische Bibel hört? Gehen wir das Neue Testament einmal durch:

 

Die Evangelien

 

In den Evangelien ist immer wieder von "die Schrift" oder von "die Schriften" die Rede, z.B.:

 

"Tag für Tag war ich bei euch im Tempel und lehrte, und ihr habt mich nicht festgenommen; aber das ist geschehen, damit die Schriften erfüllt werden." (Mk 14,49)

 

"Er fing aber an, zu ihnen zu sagen: Heute ist diese Schrift vor euren Ohren erfüllt." (Lk 4,21)

 

Aus den Evangelien ist ersichtlich, dass es sich bei "der Schrift" bzw. "die Schriften" um das Alte Testament handelt.

 

Apostelgeschichte

 

Auch in der Apostelgeschichte ist von "die Schrift" und von "die Schriften" die Rede, z.B.:

 

"Brüder, es mußte die Schrift erfüllt werden, welche der Heilige Geist durch den Mund Davids vorhergesagt hat über Judas, der denen, die Jesum griffen, ein Wegweiser geworden ist." (Apg 1,16)

 

"Ein gewisser Jude aber, mit Namen Apollos, aus Alexandrien gebürtig, ein beredter Mann, der mächtig war in den Schriften, kam nach Ephesus." (Apg 18,24)

 

Auch aus der Apostelgeschichte ist also ersichtlich, dass es sich bei "die Schrift" bzw. "die Schriften" um das Alte Testament handelt.

 

Römerbrief

 

"Denn, wie die Schrift sagt, durch eure Schuld wird der Name Gottes unter den Heiden gelästert." (Röm 2,24)

 

"Keineswegs. Vielmehr wird sich Gott als wahrhaft erweisen, mag auch jeder Mensch lügenhaft sein, wie es in der Schrift heißt: 'Du sollst gerecht befunden werden in deinen Worten und obsiegen, wenn man mit dir rechtet.' " (Röm 3,4)

 

"Denn was sagt die Schrift? 'Abraham glaubte Gott, und dies ward ihm als Gerechtigkeit angerechnet.' " (Röm 4,3)

 

"So sagt die Schrift zu Pharao: 'Gerade dazu habe ich dich erweckt, um an dir meine Macht zu zeigen, damit mein Name auf der ganzen Erde verkündet werde.' " (Röm 9,17)

 

"Die Schrift sagt ja: 'Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zuschanden werden.' "  (Röm 10,11)

 

"Gott hat sein Volk, das er sich vorher erwählt hat, nicht verstoßen. Wißt ihr nicht, was die Schrift in der Geschichte des Elija sagt, wie er vor Gott Israel anklagt?" (Röm 11,2)

 

"Denn alles, was vorzeiten geschrieben wurde, ist zu unserer Belehrung geschrieben worden, damit wir aus der Schrift Geduld und Trost schöpfen und so Hoffnung haben." (Röm 15,4)

 

"Denn alles, was zuvor geschrieben ist, ist zu unserer Belehrung geschrieben, auf daß wir durch das Ausharren und durch die Ermunterung der Schriften die Hoffnung haben." (Röm 15,4)

 

"jetzt aber geoffenbart und durch prophetische Schriften, nach Befehl des ewigen Gottes, zum Glaubensgehorsam an alle Nationen kundgetan worden ist" (Röm 16,26)

 

Auch nach dem Römerbrief ist "die Schrift" bzw. "die Schriften" das Alte Testament.

 

Erster Korintherbrief

 

"Vor allem habe ich euch überliefert, was ich selbst empfangen habe. Christus ist der Schrift gemäß für unsere Sünden gestorben." (1Kor 15,3)

 

"Er wurde begraben und ist der Schrift gemäß am dritten Tag auferstanden." (1Kor 15,4)

 

"Wenn aber dieses Vergängliche Unvergänglichkeit, dieses Sterbliche Unsterblichkeit anzieht, dann findet das Wort der Schrift seine Erfüllung: 'Verschlungen ist der Tod im Sieg.' " (1Kor 15,54)

 

Die Bezeichnung "die Schriften" für die Bibel kommt im ersten Korintherbrief nicht vor. Auch hier ist "die Schrift" das Alte Testament.

 

Zweiter Korintherbrief

 

Im zweiten Korintherbrief kommen die Bezeichnungen "die Schrift" und "die Schriften" für die Bibel nicht vor.

 

Galaterbrief

 

"Da die Schrift aber voraussah, daß Gott die Heiden durch den Glauben rechtfertigt, verkündete sie dem Abraham voraus: 'In dir sollen alle Völker gesegnet werden.' " (Gal 3,8)

 

"Allein die Schrift erklärt alle der Sünde unterworfen. So sollte die Verheißung den Gläubigen durch den Glauben an Jesus Christus zuteil werden." (Gal 3,22)

 

"Doch was sagt die Schrift: 'Verstoße die Sklavin mit ihrem Sohn! Denn der Sohn der Sklavin soll nicht mit dem Sohn der Freien Erbe sein.' " (Gal 4,30)

 

Im Galaterbrief kommt die Bezeichnung "die Schriften" für die Bibel nicht vor. Mit "die Schrift" als Bezeichnung für "die Bibel" ist auch hier das Alte Testament bezeichnet.

 

Epheserbrief / Philipperbrief / Kolosserbrief / Erster Thessalonicherbrief / Zweiter Thessalonbicherbrief

 

In allen diesen Briefen kommen die Bezeichnungen "die Schrift" und "die Schriften" nicht vor.

 

Erster Timotheusbrief

 

"Denn die Schrift sagt: 'Du sollst dem Ochsen, der da drischt, nicht das Maul verbinden', und: 'Der Arbeiter ist seines Lohnes wert'." (1Tim 5,18)

 

Im ersten Timotheusbrief kommt die Bezeichnung "die Schriften" zur Bezeichnung der Bibel ebenfalls nicht vor. Als "die Schrift" wird in diesem Brief das Alte Testament mit dem Lukasevangelium genannt, weil sich das zweite Zitat im Lukasevangelium befindet.

 

Zweiter Timotheusbrief

"

Und von Kindheit an kennst du die Heiligen Schriften, die dir Weisheit verleihen, die zum Heil führt durch den Glauben an Christus Jesus." (2Tim 3,15)

 

Die Bibel ist auch gemäß dem zweiten Timotheusbrief das Alte Testament, womit ein Widerspruch zum ersten Timotheusbrief besteht, wonach auch das Lukasevangelium Teil der Schrift sei.

 

Titusbrief / Philemonbrief / Hebräerbrief 

 

In diesen Briefen kommen die Bezeichnungen "die Schrift" und "die Schriften" nicht vor.

 

Jakobusbrief

"Wenn ihr wirklich das königliche Gesetz erfüllet nach der Schrift: 'Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst', so tut ihr wohl." (Jak 2,8)

 

"Und die Schrift ward erfüllt, welche sagt: 'Abraham aber glaubte Gott, und es wurde ihm zur Gerechtigkeit gerechnet', und er wurde Freund Gottes genannt." (Jak 2,23)

 

"Oder meinet ihr, daß die Schrift vergeblich rede: 'Auf Neid ist das Streben des Geistes gerichtet, den er in uns wohnen ließ'." (Jak 4,5)

 

Die Bezeichnung "die Schriften" kommt im Jakobusbrief auch nicht vor. Auch hier bezeichnet "die Schrift" das Alte Testament.

 

Erster Petrusbrief

 

Im ersten Petrusbrief kommen die Bezeichnungen "die Schrift" und "die Schriften" nicht vor.

 

Zweiter Petrusbrief

 

"indem ihr dies zuerst wisset, daß keine Weissagung der Schrift von eigener Auslegung ist. Denn die Weissagung wurde niemals durch den Willen des Menschen hervorgebracht, sondern heilige Männer Gottes redeten, getrieben vom Heiligen Geiste. Es sind allerdings auch falsche Propheten unter dem Volk (Israel) aufgetreten, wie es auch unter euch falsche Lehrer geben wird, welche verderbliche Irrlehren heimlich bei euch einführen werden, indem sie sogar den Herrn, der sie erkauft hat, verleugnen, wodurch sie plötzliches Verderben über sich bringen." (2 Petr 1,20-21.2,1)

 

Aus dem zweiten Petrusbrief erfahren wir wieder, dass "die Schrift" das Alte Testament ist. In 2 Petr 3,15-16 spricht der Apostel Petrus von bestimmten Paulusbriefen und "den übrigen Schriften". Darauf werde ich gleich zurückkommen.

 

Erster Johannesbrief / Zweiter Johannesbrief / Dritter Johannesbrief / Judasbrief / Offenbarung

 

In diesen letzten Büchern des Neuen Testaments kommen die Bezeichnungen "die Schrift" und "die Schriften" nicht vor.

 

Erklärung zu 2 Petr 3,15-16

 

Kommen wir nun zu 2Petr 3,15-16:

 

"Und achtet die Langmut unseres Herrn für Errettung, so wie auch unser geliebter Bruder Paulus nach der ihm gegebenen Weisheit euch geschrieben hat, wie auch in allen seinen Briefen, wenn er in denselben von diesen Dingen redet, von denen etliche schwer zu verstehen sind, welche die Unwissenden und Unbefestigten verdrehen, wie auch die übrigen Schriften, zu ihrem eigenen Verderben."

 

Auf dem ersten Blick könnte man meinen, dass der Apostel Petrus die von ihm gemeinten bis dahin geschriebenen Paulusbriefe, wie alle bis dahin übrigen geschriebenen Schriften des Neuen Testaments wie auch das Alte Testament zu "den Schriften", zur Bibel, zählt. Doch Achtung, mit "die Schriften" meint Petrus nicht die Bibel:

 

a) Der Apostel Paulus hat noch mehr Briefe geschrieben, als die, die sich im Neuen Testament befinden. Nach Kol 4,16 schrieb Paulus noch den Laodizäerbrief:

 

"Und wenn dieser Brief bei euch vorgelesen ist, dann sorgt dafür, dass er auch in der Gemeinde von Laodizea vorgelesen werde, und den aus Laodizea sollt auch ihr lesen."

 

Und nach 2 Kor 10,9-10 hatte Paulus noch mehr Korintherbriefe geschrieben, als die uns heute bekannten. Das geht an dieser Stelle daraus hervor, dass Paulus hier in diesem zweiten Korintherbrief von einer Person in Korinth spricht, die Paulus wie folgt angreift:

 

"Denn die Briefe, sagt einer, sind gewichtig und stark, aber die leibliche Gegenwart ist schwach und die Rede verachtenswert."

 

Das heißt: Als Paulus im Jahr 56 gerade diesen zweiten Korintherbrief am Verfassen war, gab es neben dem ersten Korintherbrief noch mindestens einen weiteren Korintherbrief. Ein solcher nicht in den biblischen Kanon aufgenommener Korintherbrief ist in 2 Kor 2,3f., 7,8 und 7,12 erwähnt; dieser wird in der Theologie "Tränenbrief" oder "Zwischenbrief" bezeichnet, "Tränenbrief", weil er die Korinther betrübte, und "Zwischenbrief", weil er nach dem ersten Korintherbrief und vor dem zweiten Korintherbrief geschrieben wurde.

 

b) In Lk 1,1-3 erklärt Lukas um 60 n. Chr.:

 

"Nachdem viele es unternommen haben, einen Bericht abzufassen über die Dinge, die sich unter uns zugetragen haben, entsprechend der Überlieferung derer, die von Anfang an Augenzeugen und Diener des Wortes waren, habe auch ich mich entschlossen, allem von Anfang an nach niederzuschreiben ..."

 

Um 60 n. Chr. besaßen die Christen unter den Aposteln bereits viele beglaubigte Evangelienberichte, und nicht nur Mt und Mk. Das Johannesevangelium wurde um 68 n. Chr. geschrieben und existierte daher um 60 n. Chr. noch nicht.

 

Aufgrund der Tatsache, dass die Christen unter den Aposteln um 64 n. Chr., als Petrus seinen zweiten Brief schrieb, noch mehr Paulusbriefe und Evangelien besaßen, als die, die wir im Neuen Testament finden, meint Petrus in 2 Petr 3,16 mit der Bezeichnung "die übrigen Schriften" nicht die Bibel, sondern (a) die Schriften des Alten Testaments und alle übrigen damals beglaubigten Schriften, die die Christen unter den Aposteln in Gebrauch hatten. Denn würden alle übrigen damals beglaubigten christlichen Schriften zur Bibel gehören, hätte Gott sie erhalten. Deshalb meint Petrus mit der Bezeichnung "alle übrigen Schriften" und mit den von ihm zuvor bezeichneten Paulusbriefen nicht die Bibel, sondern einfach nur die Gesamtheit der damals bestandenen Schriften, die die Apostel-Kirche in Gebrauch hatte: die Schriften des Alten Testaments, die vielen Evangelien, die Apostelgeschichte, die im Neuen Testament vorkommenden Paulusbriefe, alle übrigen Paulusbriefe, der Jakobusbrief und der erste Petrusbrief. Die drei Johannesbriefe und die Offenbarung gehören nicht dazu, weil sie später geschrieben wurden und daher zur Zeit der Abfassung 2Petr nicht vorhanden waren. Auch der zweite Petrusbrief gehört nicht dazu, weil Petrus in 2Petr 3,16 diesen seinen Brief, den er gerade schreibt, nicht mit einschließt. Auch der Judasbrief gehört nicht dazu, weil er nach dem zweiten Petrusbrief geschrieben wurde.

 

Das Wort "geschrieben"

 

Sehr häufig wird im Neuen Testament das Wort "geschrieben" zur Bezeichnung der im Neuen Testament gemeinten Bibel verwendet, z.B.:

 

"Denn die Weisheit dieser Welt ist Torheit vor Gott. Es steht ja geschrieben: 'Er verfängt die Weisen in ihrer Schlauheit.' " (1 Kor 3,19)

 

Hier zitiert Paulus Hi 5,13. Nun verweisen die Protestanten, um ihr Sola Scriptura "biblisch" zu beweisen, auf 1Kor 4,6:

 

"Dies, Brüder, habe ich um euretwillen auf mich und Apollos bezogen. Ihr sollt an uns lernen, nicht über das hinaus zu gehen, was geschrieben ist! Keiner erhebe den einen auf Kosten des anderen."

 

Dies würde also Sola Scriptura beweisen, das die protestantischen "Reformatoren" erfunden haben. Doch das ist ein völliger Fehlschuss:

 

a) Oberflächlich betrachtet, kann die Phrase "was geschrieben ist" entweder auf alles, was geschrieben ist, bezogen werden, oder auf das, was in der im Neuen Testament bezeichneten "Schrift", der Bibel, geschrieben ist. Träfe bei dieser oberflächlichen Betrachtung letzteres zu, dann wäre hier nur das Alte Testament zusammen mit dem Lukasevangelium gemeint, und alle übrigen Schriften wären dann tabu. Übersetzt man aber wie in der Elberfelder und Schlachterübersetzung "was geschrieben steht", dann ist - bei dieser oberflächlichen Betrachtung - klar, dass hier von der im Neuen Testament bezeugten "Schrift", der Bibel, die Rede ist, also vom Alten Testament und dem Lukasevangelium; und wiederum wären dann alle anderen Schriften tabu, weil sie über das hinausgehen, was im Alten Testament und im Lukasevangelium steht. Will man die Phrase "was geschrieben ist" aber so verstehen, nicht über das Alte Testament und das von den Aposteln und ihren Mitarbeitern Geschriebene zu gehen, dann hätte das einen Haken, da ja, wie wir gesehen haben, etliche unter der Autorität der Apostel geschriebene christliche Schriften fehlen - die vielen Evangelien und die übrigen Paulusbriefe. Denn diese müssten gemäß des protestantischen Verständnisses von 1 Kor 4,6 dann ja auch gemeint sein. Nach diesem Verständnis wäre das Neue Testament dann unvollständig, und man hätte heute viel zu wenig Schriften. Auch würde sich dann ja der erste Korintherbrief selbst diskreditieren, was auch eine Absurdität darstellt und aufgrund der Selbstreferenz das ganze in 1 Kor 4,6 vermeintlich gelehrte Prinzip untergräbt. Von daher ist dieses Verständnis dieser Korintherstelle ein völliger Fehlschuss!

 

b) Doch wie der letzte Satz im oben zitierten Vers zeigt, bezieht sich die Phrase "nicht über das hinaus zu gehen, was geschrieben ist" auf das in diesem ersten Korintherbrief bis zu diesem Zeitpunkt konkret Geschriebene:

 

"Ihr sollt an uns lernen, nicht über das hinaus zu gehen, was geschrieben ist! Keiner erhebe den einen auf Kosten des anderen." 

 

Der letzte Satz zeigt an, dass sich der Satz davor auf das im ersten Korintherbrief bis zu diesem Zeitpunkt behandelte Thema bezieht, bei dem es darum ging, dass keiner "den einen auf Kosten des anderen" überhebe. Denn ab Vers 1,10 bis Vers 4,6 geht es nämlich um die in Korinth entstandene Spaltung, die dadurch zustande kam, dass sich die einen zu Petrus, die anderen zu Paulus, die anderen zu Apollos und die anderen zu Christus bekannten, und so die einen Petrus auf Kosten des Paulus und Apollos, die anderen Paulus auf Kosten des Petrus und Apollos und die anderen Apollos auf Kosten des Petrus und Paulus erhoben. Paulus erläutert dann, dass er, Petrus und Apollos in der e i n e n Kirche zusammenarbeiten und gemeinsam Jesus Christus, dem Herrn, dienen, wobei ALLES, was Christi ist, den Korinthern gehört - u.a. Petrus, Paulus und Apollos gleichermaßen. Und eben über genau dies, was Paulus ihnen bis Vers 4,6 schriftlich dargelegt hat, sollten sie im Hinblick auf die entstandene Problematik nicht hinausgehen, weshalb Paulus dann abschließt: "Keiner erhebe den einen auf Kosten des anderen.", also Petrus über Paulus und Apollos, Paulus über Petrus und Apollos, und Apollos über Paulus und Petrus, womit Paulus bezeugt, dass er sich mit seiner Phrase "nicht über das hinaus zu gehen, was geschrieben ist" tatsächlich auf das im ersten Korintherbrief bis dato Geschriebene bezieht.

 

Fazit

 

Wir haben anhand des Neuen Testaments festgestellt, dass das Neue Testament NUR das Alte Testament als "die Schrift", als die Bibel, bezeichnet und bezeugt, und keine anderen Schriften, weshalb sich 2 Tim 3,16-17 ausschließlich auf das Alte Testament bezieht:

 

"Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nütze zur Lehre, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Unterweisung in der Gerechtigkeit, auf daß der Mensch Gottes vollkommen sei, zu jedem guten Werke völlig geschickt."

 

Und auch hier haben wir wieder das Problem der Selbstreferenzialität. Denn 2 Tim 3,16-17 befindet sich im zweiten Timotheusbrief, der auch nirgendwo als Schrift bezeichnet wird und somit dann ja gar nicht als Autorität angenommen werden kann.

 

Da für die Protestanten Sola Scriptura und nicht auch die Tradition gilt, so sind sie aufgrund des Zeugnisses der Schreiber des Neuen Testaments gezwungen, alle Schriften des Neuen Testaments als Teil der Bibel von sich zu weisen, und maximal NUR das Lukasevangelium zu akzeptieren, weil gemäß den Zeugnissen der neutestamentlichen Schreiber allenfalls nur das Lukasevangelium zur Bibel gehört. Denn die drei Evangelien Mt, Mk und Joh, die Apg, die nachfolgenden Briefe und die Offb gehören gemäß diesen Zeugnissen selbst nicht zur Bibel, zur Schrift. Wollen sie diese neutestamentlich feststehende Tatsache nicht annehmen, gilt für sie nicht länger Sola Scriptura, sondern Schrift + nachapostolische Tradition, da erst die nachapostolische Tradition die drei Evangelien Mt, Mk und Joh, die Apg, die nachfolgenden Briefe und die Offb der Bibel hinzufügte, während Paulus ihr NUR das Lukasevangelium hinzufügte. Es steht ihnen jetzt frei: Entweder SOLA SCRIPTURA (AT/Lk) oder SCRIPTURA (AT/Lk) + TRADITION (Mt, Mk, Joh, Apg, Briefe, Offb)! Für uns Katholiken ist das kein Problem, weil für uns sowieso Schrift + Tradition gilt. Doch es kommt noch schlimmer! Wenn sich der Protestant jetzt nur auf eine Bibel von AT + Lk zurückzieht, so ist Lk auch nicht mehr gerechtfertigt, da wir ja nur aus 1 Tim wissen, dass Lk auch Schrift ist. 1 Tim ist aber keine Schrift mehr, wenn nur AT+Lk Schrift ist. Demnach bleibt nur noch das AT als Schrift übrig. Was im AT als Schrift gelten kann, will ich jetzt nicht weiter erörtern, da nun klar sein sollte, dass Sola Scriptura in der Luft hängt und sich selbst nicht begründen kann und sich somit selbst diskreditiert.

 

 

 

Protestantismuswiderlegende Youtube-Kanäle


Website teilen

Besucher

 
 
 
 
 
 
 
 

Wichtige Websites


Lebens- und Bekehrungszeugnis eines Ex-Evangelikalen

 

I

II

III


Der Weg eines Evangelikalen zur Katholischen Kirche


Evangelikaler Calvinist wird Katholik


Vom Protestantismus zum Katholizismus

 

Teil 1: Sola Scriptura

Teil 2: Rechtfertigung

Teil 3: Die Kirche


Ex-Protestant liest die Bibel

Warum die Bibel mich katholisch machte


Unser Weg nach Rom

In den letzten Jahren haben die Ex-Evangelikalen Scott und Kimberly Hahn auf vielen Veranstaltungen in den USA vor Tausenden von Menschen über ihre Konversion in die katholische Kirche  und über die Wahrheit und Reichtum des katholischen Glaubens gesprochen. Die Aufzeichnungen dieser Vorträge gingen hinaus in die ganze Welt. In diesem Buch haben sie ihre Geschichte niedergeschrieben als Zeugnis für ihren unglaublichen geistlichen Weg =nach Hause= in die weltweite Familie Gottes: die katholische Kirche. Zur Bestellung des Buches bitte auf das Bild klicken.


Endlich zuhause

Ein schönes Gefühl, wenn man endlich (wieder) zuhause ist. Lange war Volker Jordan auf der Suche nach der wahren Kirche und dem unverfälschtem Glauben. Auf dem Weg dorthin lernte er viele Kirchen und Gemeinschaften, vor allem protestantische, kennen. Erst im katholischen Christentum fand er zur ganzen Fülle des Heils. Der Weg seiner Irrfahrt zeigt die Stärken der katholischen Kirche und Gemeinschaft. In einem ausführlichen persönlichen , offenen Frage- und Anwort-Gespräch wird hier der Weg zur Kirche ehrlich geschildert. Zur Bestellung bitte auf das Bild klicken.


Warum werden wir nicht katholisch?

Ein evangelischer Pfarrer stellt mit diesem Buch die provozierende Frage an seine evangelischen Mitchristen: „Warum werden wir nicht katholisch?“ Intensiv befasst er sich mit den Gründen, die für die fortdauernde Trennung der christlichen Konfessionen ins Feld geführt werden: mit dem Papst und seinem Unfehlbarkeitsanspruch, mit der Bedeutung der Überlieferung neben der Heiligen Schrift, mit der Marien- und Heiligenverehrung, mit dem Ablass und dem Fegefeuer, mit der Lehre über den Glauben und die guten Werke sowie mit den feierlichen Liturgien unter Verwendung von Weihrauch in goldgeschmückten Kirchen. Hierbei kommt der Autor zu erstaunlichen Ergebnissen.
Andreas Theurer (geb. 1966) ist evangelischer Pfarrer in der württembergischen Landeskirche. Seine Frau Gudrun wurde 2007 in die württembergische Landessynode gewählt. Beiden ist die Einheit der Kirche ein Herzensanliegen. kart., 96 S., Zur Bestellung bitte auf das Bild klicken.


Königin des Himmels

Maria suchen und finden

Schott Hahn, ehemaliger Evangelikaler, jetzt katholisch, zeigt in diesem Buch anhand der Heiligen Schrift Maria als die Königin des Himmels. Um das Buch zu bestellen, klicken Sie auf das Bild.


Was trennt die Konfessionen?

Ein Heft, das Sie für 5 EUR auf der Seite der Christlichen Mitte bestellen können. Bitte auf das Bild klicken. Dann werden Sie zur Seite weitergeleitet.

Dies ist eine mit page4 erstellte kostenlose Webseite. Gestalte deine Eigene auf www.page4.com
 
GotAnswers 0